Stuttgarter Zeitung berichtet von Chaos beim Day & Night Festival 2011

Die Stuttgarter Zeitung berichtet, dass es beim diesjährigen Day & Night Festival, das am Samstag im Bosh Areal in Stuttgart stattfand, zu Schwierigkeiten und Problemen seitens des Veranstalters, Partysan Stuttgart, kam. Viele Partygäste äußerten ihren Frust schon während des Festivals auf der Facebook-Seite der Veranstaltung. Eine offizielle Stellungnahme seitens des Veranstalters sollte eigentlich heute Nachmittag folgen. Bisher blieb diese aus.

Partygäste sind sauer – Chaos bei Festival Day-and-Night

Stuttgart – Wütende Partygäste, ein Sturm der Entrüstung im Internet und diverse Geld-zurück-Forderungen: Das Day-and-Night-Festival im Stuttgarter Bosch-Areal hat am Samstag für große Verärgerung unter den Besuchern gesorgt.

Eigentlich wollten die Gäste bei mauen Temperaturen Technogrößen wie Chris Liebing, Ellen Alien, Stephan Bodzin vs. Marc Romboy, Dominik Eulberg, Andre Galuzzi, Butch, Lützenkirchen und Phil Fuldner sowie einige lokale DJs hören, gekrönt mit Live-Acts von Extrawelt und Kollektiv Turmstraße.

Doch aus der erhofften langen Partynacht mit Zutritt in Clubs wie “The Paris”, “Mash” oder “Lehmann” ist für viele der Besucher nichts geworden. “Schon um ein Uhr morgens ging im Lehmann gar nichts mehr”, sagt Nico Ewald, der extra aus Albstadt nach Stuttgart gekommen war und letztlich nicht einen einzigen DJ zu sehen bekam.

Türsteher sollen handgreiflich geworden sein

Die Schilderungen von Nico Ewald teilen viele der Besucher in einer eigens eingerichten Gruppe in Facebook. Vom “schlechtesten Event aller Zeiten” ist dort zu lesen. Hauptsächlich beklagen sich die Partygäste aber über die zu engen Zugangsmöglichkeiten zu den Clubs und das ebenfalls zu dichte Gedränge im Bosch-Areal selbst.

“Es war eine Veranstaltung des Grauens”, findet Nadine Müller. Partyspaß fühlt sich anders an. Zumal auch die Beschwerden über die Türsteher einzelner Lokalitäten nicht abreißen. Übereinstimmend berichten Nico Ewald und die anderen Besucher des Day-and-Night-Festivals, dass Türsteher handgreiflich geworden seien.

“Außerdem haben die Türsteher Geld dafür verlangt, dass sie uns reinlassen. Dabei hatten wir ja alle ein Bändchen”, sagt Nico Ewald. Für das Bändchen, das Einlass in Clubs und Bars des Bosch-Areals gewähren sollte, mussten die Partygäste im Vorfeld 30 Euro berappen. Und fordern nun in Facebook und via E-Mails an den Veranstalter das Geld zurück.

Wohl zu viele verkaufte Karten

Die Veranstalter selbst wollten sich am Montagvormittag nicht zu den Vorkommnissen äußern oder waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Einzig auf der Facebook-Seite des Festivals gibt es eine erste Stellungnahme: ” Für den späten Montagnachmittag soll es dann noch eine offizielle Stellungnahme zu den Vorfällen beim Day-and-Night-Festival im Stuttgarter Bosch-Areal geben.”

Doch scheint bereits jetzt klar zu sein, dass die Eventplaner von Partysan, einem Magazin für Nachtleben und elektronische Musik, viel zu viele Karten für das Festival verkauft hatten – auch wenn es am Tag der Veranstaltung selbst gar keine Karten mehr gab.

Mittlerweile hat der Organisator in Person von Michael Maier angekündigt, dass er am Abend der Stuttgarter Zeitung für eine Stellungnahme zur Verfügung steht. Die Schaffer der Facebook-Seite verweisen alle an Michael Maier.

“Wenn voll ist, dann ist voll”

Nicht anders handeln die Verantwortlichen der beteiligten Clubs. Sowohl beim Mash als auch Lehmann verweist man auf den Veranstalter, lässt aber dann doch durchklingen, dass die Türsteher korrekt gehandelt haben sollen und die Gäste es einfach nachvollziehen müssen, dass manche Clubs zu einer gewissen Uhrzeit voll sind.

“Wenn bei uns voll ist, dann ist voll”, sagt Sebastian Simon vom Club Lehmann und verteidigt auch gleich noch das Club-eigene Sicherheitssystem: “Der Großteil der Sicherheitskräfte vor Ort waren von einer vom Veranstalter gebuchten Security-Firma. Damit haben unsere Leute also nichts zu tun.”

Ohnehin weiß das Polizeipräsidium Stuttgart von keinen größeren Vorfällen am Samstag im Bosch-Areal. Was aber nicht ausschließt, dass es kleinere Reibereien gegeben hat. Einzig eine Massenpanik und eine Massenschlägerei könne ausgeschlossen werden.

Quelle: www.stuttgarter-zeitung.de