Dokumentation: „An einem Tag in Duisburg – Todesfalle Loveparade“

Die Dokumentation „An einem Tag in Duisburg – Todesfalle Loveparade“ erzählt, wie es zum tragischen Ereignis am 24. Juli 2013 in Nordrhein-Westfalen kommen konnte. Der Film von Film von Kaspar Heidelbach, Ute Waffenschmidt, Thomas Münten und Dirk Kämper zeigt, wie sich Entscheidungen, mal politische, mal ökonomisch motivierte, dramatisch auf das Schicksal von Menschen auswirken können.

„Am 24. Juli 2010 sollte in Duisburg die „Loveparade“ stattfinden. Gegen 17:00 Uhr dann die Katastrophe: Ein „Menschenstau“ in der Unterführung und auf der Rampe zum Veranstaltungsgelände kostet 21 Menschen das Leben, Hunderte werden verletzt. Bis heute sind die Verantwortlichen nicht ausgemacht.“

Ebenso berichtete das Magazin Musikmarkt, dass nun der erste Entwurf einer Anklage angefertigt wurde. Demnach werde aber gegen Rainer Schaller, Chef vom “Loveparade”-Veranstalter Lopavent, und Duisburgs ehemaligen Oberbürgermeister, Adolf Sauerland, nicht ermittelt.

“Wer genau auf der Anklagebank sitzt, stehe noch nicht fest. Bekannt ist jedoch, dass lediglich zehn oder elf von den ursprünglich 16 Beschuldigten angeklagt werden sollen. Wegen fahrlässiger Tötung verantworten müssen sich aber auf jeden Fall der “Loveparade”-Veranstalter Lopavent, deren Chef der McFit-Unternehmer Rainer Schaller ist, zwei Stadtdezernenten sowie mehrere Amtsleiter und Verwaltungsangestellte der Stadt Duisburg. Ihnen werden eklatante Planungsfehler vorgeworfen. Auch hätte die Stadt Duisburg die “Loveparade” nie genehmigen dürfen.

(…)

Seit Januar 2011 ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg gegen 16 Personen. Beschuldigt wurden elf Mitarbeiter der Stadtverwaltung, vier Team-Angehörige des “Loveparade”-Veranstalters Lopavent und ein Polizist. Gegen Lopavent-Chef Rainer Schaller und Duisburgs ehemaligen Oberbürgermeister Adolf Sauerland ermittele man aber nicht.”