Produkt-Reviews aus dem Hause trndmusik

Vor einigen Wochen erregte Strahil Velchev, besser bekannt unter dem Künstlernamen KiNK, mit seiner Live-Session für das Magazin Resident Advisor große Aufmerksamkeit. In beeindruckender Manier demonstriert der erfahrene bulgarische Produzent und DJ hier seine kreativen Fähigkeiten als Liveact.

Für uns zeigen KiNKs Gigs-Lösungen für Konflikte auf, die die digitale Revolution der Musik-Szene provoziert hat. Notorische Analog-Fetischisten können hier mit ansehen, wie ein Mann, der selber die Ästhetik des fassbaren Instruments seit eh und je zelebriert hat, aus seiner Offenheit für Neues heraus Großartiges schafft. Diese Offenheit umfasst die Vorzüge sowohl analoger, als auch digitaler Formen des Musizierens. Das Produkt dieser Fusion besticht durch seine reine musikalische Schönheit, die im Moment der Schöpfung sogar umso intensiver wahrgenommen wird. Daneben imponieren insbesondere die bloßen technischen Fertigkeiten des Musikers, die zwischengeschaltete Hardware und Software optimal zu nutzen.

KiNK_tweaking_-_photo_by_Petar_Cholakov

Immer deutlicher erweist sich der moderne DJ wie in dieser Session auch als (klassischer) Musiker, der die zu mixenden Tracks nur als Material benutzt, um daraus sein eigenes künstlerisches Produkt zu formen. Sieht so in Zukunft die Praxis des anspruchsvollen DJs aus? Wir wissen es nicht, aber wir sind uns sicher, dass man das Potential des Fortschritts nutzen sollte.

Von nun an wollen wir euch immer wieder mit Neuigkeiten und Bewertungen zu kreativ nutzbarer Hardware versorgen. Klar ist jedoch auch, dass nicht jede Innovation auch Fortschritt ist. Deswegen wollen wir euch die Trennung zwischen nutzlosem digitalen Müll und wertvollem digitalen Werkzeug erleichtern.

Der Artikel stammt von Vitus Bachhausen.