959er: Erster Release erscheint am 8. September 2014

stay

Am 8. September 2014 veröffentlicht der Münchner Produzent 959er seine erste EP. Gemeinsam mit seinem Musikerkollegen Nomi Solo entstand die EP „Stay“. Die 4-Track-Kollektion wird als sechste Katalognummer vom Berliner Imprint Sowasvon released. Vor der Publikation sprach der DJ aus Bayern mit uns über die Entstehung und die einzelnen Tracks.

trndmusik: Gibt es zu Deiner ersten EP eine Entstehungsgeschichte?

959er: Eigentlich haben Simon alias Nomi Solo und ich uns einfach hingesetzt und ein wenig Musik gemacht – so wie wir es schon vor etwa 15 Jahren gemacht haben. Der einzige Unterschied war, dass wir diesmal nicht in seinem Keller an Schlagzeug und E-Gitarre saßen, sondern am Laptop und an der Akustikgitarre. Die daraus entstanden Tracks haben so gut zusammengepasst, dass wir beschlossen haben, daraus eine EP zu machen.

trndmusik: Wie kam es zur Zusammenarbeit zwischen Dir und Nomi Solo?

959er: Simon und ich kennen uns schon eine halbe Ewigkeit. Wenn mich nicht alles täuscht, müssten es bald 20 Jahre sein. In der ganzen Zeit haben wir besonders in unseren jungen Jahren viel Musik gemacht. Wir sind beide gelernte Schlagzeuger und besuchten die selbe Musikschule. Simon hat von seinem Vater noch ein wenig Gitarre spielen gelernt, was er bis heute autodidaktisch verbessert. Ich würde meinen, wir sind einfach schon immer ein gutes Team gewesen, welches sowohl musikalisch, als auch freundschaftlich gut harmoniert.

trndmusik: Wie und wo sind die Tracks entstanden?

959er: Der Großteil der Arbeit wurde in meinem Homestudio in München verrichtet, aber ihren Ursprung haben Sie meist woanders genommen. Bei „Jenny“ habe ich meinen Laptop und die Maschine gepackt und ihn in Herrsching besucht. Wir spielten ein wenig mit verschiedenen Grooves und Simon hat dazu die Gitarre erklingen lassen. Die Synthies kamen irgendwann später bei mir zu Hause dazu.

„Listen“ ist ursprünglich ein Projekt von Simon, bei dem er verschiedene Steeldrum-Spuren in einer Künstler-WG in Inning a. A. eingespielt hat. Irgendwann saßen wir wieder zusammen am Rechner und er spielte mir dann seine Track-Ideen vor, die wir dann Stück für Stück mit meinen Ideen kombinierten.

Die Nummer „Carong“ hieß anfangs noch „Firlefans keiner kanns“ und hatte weitaus weniger Drive als die jetzige finale Version. Dabei sind Spuren bei ihm sowie bei mir entstanden. Der Vocal stammt von einer guten Freundin von Simon, die in der Poetry-Slam-Szene zu Hause ist. Als Dank für die Mühen haben wir ihr Alter Ego – Carong – als Songtitel genommen. Noch mal herzlichen Dank, Caro!

Die erste Version von „Stay“ ist schon über eineinhalb Jahre alt und damit wurde es dringend Zeit, das gute Stück abzuschließen. Es ist die einzige Nummer auf der EP, die von Anfang bis Ende in meinem kleinen Studio produziert wurde.

Zum Finalisieren und zur Vorbereitung für das Mastering habe ich dann meinen Laptop mit allen Tracks eingepackt und mich auf den Weg nach Berlin zur Sowasvon-Crew gemacht. Hier haben mir in den letzten Zügen besonders Steven Maff und Thomas Neumann unter die Arme gegriffen.

trndmusik: Wie kam der Kontakt zum Label zustande?

959er: Der Kontakt kam über Steven Maff, der schon seit längerem in unserem weiten Freundeskreis ist. Simon hat 2012 ein Praktikum in Berlin gemacht. In der Zeit wohnte er bei Steven. Die beiden habe ich dann im Sommer 2012 besucht und es ist eine sehr enge Freundschaft entstanden, die dazu führte, unsere Musik auf dem wundervollen Label Sowasvon rauszubringen.

Tracklist:

01. 959er – Stay
02. 959er, Nomi Solo – Carong
03. 959er, Nomi Solo – Jenny
04. 959er, Nomi Solo – Listen