„Interludium“ von Simon Drosten

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„In den letzten Jahren ist es einfacher geworden, Menschen mit Musik zu erreichen und gleichzeitig umso schwerer geworden, sie damit auch zu bewegen“, meint der in Bielefeld lebender Simon Drosten. „Die Musik dient häufig nur noch als Hintergrund-Entertainment – es bleibt kaum noch Zeit, sich tatsächlich mit ihr und somit auch mit sich selbst intensiver auseinanderzusetzen.“ Trotz alledem war es nie sein Ziel, seine Sets – im Speziellen die Intros – als erhobenen Zeigefinger oder als Sprachrohr großer Weisheiten zu nutzen. Jeder solle sie gewichten und interpretieren, wie er möchte, sagt er. Sein neuestes Set trägt den Titel „Interludium“: „Das bedeutet so viel wie „kleine Zwischenmusik“ und behandelt in seinem Intro einen Missstand, der mir in den vergangenen Wochen besonders bitter aufstieß, als in meinen Facebook-News jeder Dritte sein neues iPhone präsentierte, Nachrichtensender vor Einkaufsläden auf die ersten Käufer warteten und Syrien und Ebola Schritt für Schritt in die Sparte „Sonstiges“ verdrängt wurden.“ Das Intro des Mixes versucht, das zu vermitteln, was ein Graffiti auf einer Mauer in Athen anprangert: „Wir kaufen viel und genießen wenig.“

Tracklist:

01. Anna Mueller – The End
02. Sia – Breathe Me (Sebastien Edit)
03. Clara Lost Her Mind – Watching You Go Away
04. Oliver Koletzki & Jan Blomqvist – Devil In Me (Nicone & Sascha Braemer Remix)
05. Choir Of Young Believers – Hollow Talk (Lane 8 feat. Jody Wisternoff & James Grant Remix)
06. Downtown Party Network – Space Me Out (Mario Basanov Remix)
07. Bangster – True Love
08. Beatamines & David Jach – How Never
09. David K. – Jade Venus
10. Boy Next Door – Living A Lie (Oliver Koletzki Remix)
11. Ten Walls – Walking with Elephants (KANT Remake)