trndmsk Future Stars #4: Lorenz Lepus – Across Boundaries

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Der aus Berlin stammende Lorenz Lepus hat einen neuen Mix erstellt – und zwar den vierten Beitrag unserer Reihe Future Stars. Wir sprachen mit dem 21-jährigen DJ über das Set, wie man „Across Boundaries“ am besten hören sollte und wieso er sich für den Studiengang Audiodesign in der deutschen Hauptstadt beworben hat.

trndmsk: Was erwartet uns in den nächsten 67 Minuten?


Lorenz Lepus: In den nächsten 67 Minuten erwartet euch eine Reise durch die Welt der Klänge. Der Mix ist geprägt durch organische Klänge und Rhythmen. Der Fokus liegt ganz klar nicht auf omnipräsenten Melodien oder Vocals, sondern auf der Atmosphäre – dem Vibe, der durch die Kombination aus Tracks und zum Teil minutenlangen Übergängen entsteht. Ergo: Wer sich durch dieses Set klickt, wird es sicher anders wahrnehmen als diejenigen, die sich die vollen 67 Minuten von vorne bis hinten anhören.

Wie hast Du die Stücke für den Mix ausgesucht? Gab es ein bestimmtes Konzept, das Du verfolgt hast?

Ich wollte keine Lieblingstracks einbauen, sondern habe mich davon leiten lassen, ein schönes Gesamtpaket zu erzeugen. Die Trackauswahl ist daher sehr durchmischt. Einige Tracks sind zwei bis drei Jahre alt, andere gerade frisch 2015 released. Die einen sind eher minimalistisch bzw. technoid, während andere eher über einen House-Groove kommen.


Wie und wo wurde das Set aufgenommen?


Aufgenommen wurde das Ganze bei mir zu Hause mit zwei Plattenspielern und Traktor.

Du bist gerade mitten in der Berwerbungsphase für den Studiengang Audiodesign. Was möchtest Du in Deinem Produzenten- und DJ-Dasein noch erreichen?

Das Audiodesign-Studium strebe ich an, um meinen eigenen Stil verwirklichen zu können. Je besser die technischen Affinitäten im Bereich Musikproduktion ausgeprägt sind, desto höher sehe ich die Chance, wirklich etwas eigenes zu schaffen. Die elektronische Musikwelt wird heutzutage stark geprägt von Loops und Sampling, was, wie ich denke, darauf zurückzuführen ist, dass es viele Leute gibt, die sich das Leben gerne einfach machen.

Ich will hier aber gar nichts verallgemeinern; es gibt zum Teil hervorragende Produktionen, bei denen auch gesampled wurde.

Ein weiterer Grund für das Audiodesign-Studium ist eine gewisse Sicherheit für die Zeit nach dem Auflegen. Ich habe genug Abende in Backstage-Bereichen verbracht, um zu wissen, dass es sehr schwierig sein kann, diesen Job auf ewig durchzuhalten, ohne sich selbst zu verlieren. 
Ich würde gerne durch das Auflegen mir meinen Lebensunterhalt finanzieren und vielleicht auch etwas durch die Welt kommen, um mich dann irgendwann in 10 bis 15 Jahren der Filmmusik zu widmen.


Hast Du Lieblingsplätze in Berlin?

Lieblingsplätze habe ich so viele in Berlin, dass ich sie gar nicht als meine absoluten Lieblinge bezeichnen könnte. Ich entscheide meistens situativ, wann ich wo hingehe. Allerdings hat meine Tuesday Sound Department–Residenz schon oft mein Nachtleben geprägt.


Was steht in naher Zukunft bei Dir noch an?



In naher Zukuft steht die erste Veröffentlichung einer Produktion von mir sowie das Kreieren weiterer an. DJ-Gigs gibt es im Moment eher weniger, wobei zwei allerdings feststehen: am 21. Februar 2015 in der Rummels Bucht sowie am Karneval der Kulturen (24. Mai 2015) im Suicide Circus.

DOWNLOAD via The Artist Union
(MP3, 320 kBit/s, 1:07:30 Min., 154,6 MB)

  • Lorenz Lepus

    thankyou!
    Its doubtingthomas – delayered (ORG008)

  • jilly

    …amazing set … ! whats the track at 5:50?