„Morgens Halb Zehn in Deutschland“ von Midas 104

midas104

Willi Schumacher alias Midas 104 hat ein neues Set veröffentlicht. „Am 31. Januar 2015 hab ich es bei mir zu Hause in Berlin aufgenommen“, sagt der 27-jährige Produzent und Liveact, der demnächst seine kommende Veröffentlichung, die „Humming Top“ EP, auf URSL rausbringen wird. Der gebürtige Berliner ist seit August 2013 im elektronischen Bereich aktiv und veröffentlicht bereits auf Labels wie Katermukke, Einmusika, Crossfrontier Audio, Parquet Recordings, Dantze oder SOSO. Wir sprachen mit ihm über den Mix für das Projekt Klangextase.

trndmsk: Was hat Dich dazu bewogen, den Mix aufzunehmen?

Midas 104: Christoph Woerner von Klangextase hat mich gefragt, ob ich einen Podcast machen möchte und ich habe wohlwollend zugestimmt. Eigentlich mag ich es überhaupt nicht, Podcasts zu machen, weil ich kein DJ bin und nicht sonderlich erfahren im Umgang mit Fremdproduktionen, aber diesmal war ich echt inspiriert und motiviert, ein Set zusammenzustellen, das ich selbst gerne hören würde. Was zum Chillen, wenn’s mal wieder länger dauert (lacht). Daher rührt auch der Titel.

Wie kam der Kontakt mit Klangextase zustande?

Zuerst kam die Podcastanfrage per Mail und darauf folgte dann eine sehr sympathische Facebook-Konversation mit Christoph Woerner.

Wie hast Du die Tracks ausgesucht?

Tja, das ist so eine Sache. Ich bin ja noch ein Frischling im Elektroniklager und nicht besonders enzyklopädisch unterwegs, wenn’s um elektronische Produktionen geht. Ich kann mir auch leider immer keine Namen merken und vergesse sogar die Titel meiner absoluten Favoriten nach ein paar Wochen – um ehrlich zu sein. Tatsächlich habe ich wochenlang nach Produktionen gesucht, die mich irgendwie shocken und wollte weder zu blumig noch zu intelligent aussuchen. Mir war wichtig, dass wirklich jeder Track etwas ganz eigenes hat, das mich auch persönlich mitreißt: verträumt, verspult, emotional, ehrlich. Um mir den Stoff zu besorgen, den ich wollte, habe ich dann auch meine guten Freunde und Kollegen Beno Lunsen und Kalle vom Bach zu Rate gezogen. Beide haben mir ein paar wirklich gute Tracks verraten und wussten auch genau, was ich da vorhatte. So stellte ich mir zunächst eine Library aus absoluten Favoriten zusammen und habe dann geschaut, welche Tracks wie zueinander passen. Ich bin zufrieden mit der Auswahl.

Gibt es einen absoluten Lieblingstrack im Mixtape?

Jawohl, Sir! „Just like Heaven“ von Vincenzo & Minako – eine stramme Kiste! Super schön produziert und auf den Punkt gebracht, Gänsehaut-Vibe. Ich finde auch die Vocals ausnahmsweise mal absoluter Killer und – im Gegensatz zu vielen anderen Tracks mit Vocals – definitiv angebracht. Auf Platz zwei steht für mich übrigens „Bloody Nine“ von Toby Dreher. Für mich ein ganz besonderer Track!

Tracklist:

01. Toby Dreher – Bloody Nine
02. Villanova – Ola
03. Vincenzo & Minako – Just like Heaven
04. Adriatique – Space Knights
05. Moonbeam – Tiger (Roland M. Dill got him by the tail remix)
06. Coyu – Just Nin (Andre Lodemann remix)
07. Ian Pooley – The Beginning
08. Hermanez – Innersphere
09. Tiefschwarz & Ruede Hagelstein – Fire It Out (Tiefschwarz Extended)
10. Gardens Of God – Apnea