Sound der Woche: „Purdie“ von Snacks

Foto: Emelie Flood / T-Shirts : Anne Poprausch

Foto: Emelie Flood / T-Shirts : Anne Poprausch

Es ist zwar schon eine Weile her, dass  Snacks mit „Purdie“ ihre erste Platte via Magic Jams veröffentlichten. Jedoch hat gute Musik keine Verfallsdatum, weshalb die erschienene Nummer diesmal unser Sound der Woche ist. Dem Track merkt man Einflüsse aus Jazz, Disco und Funk an, zudem vermittelt er eine angenehme Live-Atmosphäre, die zeitgenössischen Produktionen meist abgeht. Über ihre Inspirationen und andere Themen sprach unser Redakteur Philipp Kutter mit Aljoscha und René.

trndmsk: Seit wann gibt es Euch?

Aljoscha: Uns gibt es eigentlich seit unserem ersten Auftritt beim Off Sonar 2013, also seit ungefähr eineinhalb Jahre.

Was war der Anlass, gemeinsam Musik zu produzieren?

Aljoscha: Wir produzieren beide schon unabhängig sehr lange Musik, Rene hat Jazz und Schlagzeug studiert. Ich komme vom Turntablism und eher aus der HipHop-Richtung. Letztendlich haben wir uns eines Abends kennengelernt in einer Bar beim Pingpongspielen und viel über Musik gesprochen und dann entschieden, dass Rene mal vorbei kommt, zum Schlagzeug aufnehmen. Damals hatte ich noch einen anderen Act. Rene war dann irgendwann unser Drummer und Percussionist auch live auf der Bühne, aber nach einer gewissen Zeit hatten wir dann angefangen, gemeinsam zu produzieren und daraus ist in gewisser Weise der Snackssound entstanden.

Wir lieben positive Musik mit einem Touch Disco oder Funk. Obwohl es auch schon mal raven darf. Aber unsere Inspirationen sind sehr vielfältig gewählt, also lässt sich das nicht so leicht sagen. Bernhard Purdie war die Inspiration für unsere Single „Purdie“. Wir waren auf einer langen Busfahrt nach Warschau, die elf Stunden dauerte. Wir schauten uns dank kostenlosem Wlan ein Drum-Solo von Bernhard Purdie auf YouTube an. Wir fügten einen Kick hinzu und so entstand die Grundlage für unseren ersten veröffentlichten Track: „Purdie“.

René: Für mich war der Berliner Produzent Siriusmo ein großer Einfluss, vor allem wie er mit dem Schlagzeug und den Harmonien umging. Der erste Song, den er von ihm hörte, war „Einmal in der Woche schreien“.

Aljoscha: Für mich war es ehrlich gesagt das Album „Classic“  der Turntablerocker. Und ihre DJ-Sets, welche mich in die elektronische Musik gebracht hatten. Ich gehe oft auch in Record Stores und suche nach Inspirationen zum Samplen. Sei es im Record Loft oder bei den Heißen Scheiben, beides in unserer Nachbarschaft in Berlin-Kreuzberg.

Welche Veröffentlichungen stehen in nächster Zeit bei Euch an?

Aljoscha: Wir haben einiges in der Pipeline, aber vieles ist noch secret und wir dürfen es noch nicht erzählen. Als nächstes wird jeweils eine Vinyl mit einem Beitrag von uns auf Hafendisko und auf Pusic Records veröffentlicht. Im Moment arbeiten wir an zwei Singles für ein japanisches Label, so wie aber auch eine weitere Magic Jams Vinyl. Und wir arbeiten an einer Edit-Serie, die wir starten wollen und natürlich an den Snackscasts.