Timo Jahns‘ Remix für Sade erschienen

pearls

„Dass daraus mal ein offizieller Remix wird, habe ich nicht zu träumen gewagt“, gesteht Timo Jahns, seines Zeichens Labelgründer von Freundchen Records. Der besagte Remix, seine Version von Sades Nummer „Pearls“, erschien bereits am 16. Januar 2015 auf dem Berliner Imprint Poesie Musik. Wir sprachen mit dem DJ und Musikproduzenten über das Werk und wie es zum Release kam.

trndmsk: Woher kam die Idee für den Remix? Wie bist Du auf Sades Nummer gestossen?

Timo Jahns: Zuerst möchte ich sagen, dass ich ein totaler Fan von Sade bin. Ihre Stimme ist einfach einzigartig und zieht mich komplett in ihren Bann. Das Original zu „Pearls“ ist und bleibt eines meiner All-time-favorite-Stücke und erzeugt bei mir auch nach so vielen Jahren immer wieder Ganzkörpergänsehaut. Daher konnte ich einfach nicht anders und habe für mich einen Edit gemacht, um dieses Stück auch in den Clubs spielen zu können. Das daraus mal ein offizieller Remix wird, habe ich nicht zu träumen gewagt!

Meine Frau und ich sind seit über 18 Jahren zusammen. Zu Beginn unserer Beziehung hat sie mir zum Valentinstag eine „Best of Sade“-CD geschenkt, weil sie wusste, dass ich total auf Sade stehe. Diese CD haben wir zusammen rauf und runter gehört, und „Pearls“ war mein absoluter Favorit. Schon damals dachte ich: Davon müsste man mal einen Remix machen. Habe es dann aber wieder aus den Augen verloren, weil ich zu der Zeit nicht die technischen Möglichkeiten hatte, meine Ideen umzusetzen. Als wir uns im Frühjahr 2013 eine Konzertaufzeichnung von Sade im TV anschauten und ich Sade vor dieser roten Sonne „Pearls“ performen sah, war ich total geflasht und erinnerte mich wieder an meine Remix Idee von damals.

Wie und wo ist Deine Version entstanden?

Kurz danach hat mich eines Samstagmorgens die Muse geküsst und ich habe zu Hause mit dem Edit angefangen und den ganzen Tag bis spät in die Nacht daran gearbeitet. Ich habe an diesem Tag kaum gegessen und getrunken, weil es mir so viel Spass gemacht hat, an dem Stück zu arbeiten. Nach ein paar Stunden Schlaf gab’s am Sonntag noch den Feinschliff und der Edit war gegen Abend im Kasten. Ich habe ihn dann bei SoundCloud hochgeladen und ihn ein paar Leuten als private Links geschickt, um mal zu schauen, wie er so ankommt. Das Feedback war so gigantisch, dass ich beschloss, den Edit der Öffentlichkeit zu zeigen. Daher hieß der Edit damals auch „Sade – Pearls (Timo Jahns Secret Edit)“.

Wie kam der Kontakt zum Label, aber auch zu Sade zustande?

Ich selbst wäre eigentlich nie auf die Idee gekommen, den Edit Sade/Sony zu zeigen. Ich habe mir da einfach nicht viel Chancen ausgerechnet, überhaupt gehört zu werden. Immerhin gibt es bis heute zwar ohne Ende Bootlegs – aber so gut wie keine offiziellen Remixe von Sade-Stücken. Aber ein guter Bekannter von mir hat ganz gute Kontakte zu Sony und hat denen meinen Edit einfach mal rübergeschickt. Dann war erstmal eine ziemlich lange Zeit Funkstille. Aber nach fast einem Jahr meldete sich Sony UK plötzlich und hat nach Absprache mit Sade grünes Licht für ein offizielles Release gegeben. Jetzt musste nur noch ein passendes Label gefunden werden. Get Physical hat dann reges Interesse bekundet und somit ist die Nummer nun seit dem 16. Januar 2015 auf ihrem Schwesterlabel, Poesie Musik, digital erhältlich. Zusätzlich steht ab dem 23. Februar 2015 für die VinylLiebhaber auch noch ein einseitig gepresstes Vinyl-Release an.

Arbeitest Du jetzt bereits an weiteren Projekten?

Ja, natürlich! Neben meiner Vorliebe für Edits habe ich viel an eigenen Stücken gearbeitet, sodass dieses Jahr sehr viele neue Release anstehen. Die nächste Nummer wird „Find A Love“ mit einem super Remix von meinem Freund Rico Puestel sein, welche im März auf meinem Label Freundchen erscheinen wird.

Tracklist:

01. Sade – Pearls (Timo Jahns Remix)