Coolsville: M.in bringt das Stück „Break Their Culture“ raus

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Am 13. April 2015 veröffentlicht das Label Coolsville, das Anfang 2013 von Deerk Hollaender, Benny House, Pete und Nex gegründet wurde, seine siebte Katalognummer. Die EP „Break Their Culture“ wurde vom hessischen Produzenten M.in konzipiert. Neben dem Original-Track umfasst die Kollektion zwei Remixe, die von dotSTRIPE und Deerk Hollaender angefertigt wurden. Wir sprachen mit Markus Ferdinand, so der bürgerliche Name von M.in, über das bevorstehende Release.

trndmsk: Woher kam die Idee zu „Break Their Culture“?

M.in: Meine Frau hatte mir zum Geburtstag die Korg-Volca-Bass geschenkt. Nach ein paar Sessions entstand erst der Track „Faith Is Powerful“ von Patrick Kunkel und mir, der auf meinem Label – My Favourite Freaks Music – veröffentlicht wurde und kurz danach dieser Track. Da ich in der Acid-Zeit angefangen habe, aufzulegen, kann ich mich den Sounds selten entziehen und komme immer wieder darauf zurück. Ich liebe einfach verspulte und schräge Sounds total. Meine erste Platte war eine Brighton-Techno-Scheibe auf dem Label Semi Automatic.

Wo hast Du Dir die Inspiration für die Nummer geholt?

Das Vocal ist aus einem Interview bzw. Bericht über Gangster Rap und seine Auswirkung auf die amerikanische Jugend. Nachdem ich dieses bereits gefunden hatte, fing ich an, einen drückenden Beat zu bauen und die Volca-Bass führte mich letztendlich zum Acid hinüber. Inspiriert wurde die Nummer etwas durch die neuen Tracks von ZDS, der ja für oldschoolige 909 Beats steht und mich persönlich immer an alte Dance-Mania-Platten erinnert. Ich wollte einfach auch mal was in diese Richtung machen und es auch eher reduzierter halten. So entstand „Break Their Culture“.

Wie und wo ist die Nummer entstanden?

Die Nummer habe ich bei mir im Heimstudio produziert. Bei einer Flasche Whiskey und einem dicken, saftigen selfmade Burger kann ich einfach am besten arbeiten. Wie bereits erwähnt, habe ich die Bassline mit der Korg-Volca-Bass gemacht. Dafür ist die prädestiniert. Die 909 Beats sind wiederum mit der Maschine MKII und dem VST Drumazone von D16 Group entstanden. Für die Synthline habe ich das Diva VST benutzt und natürlich alles in Ableton arrangiert.

Wie kam der Kontakt zu den Jungs von Coolsville zustande?

Coolsville hat seine Heimat im schönen Westerwald, der nur ein paar Kilometer von mir entfernt liegt. Bei einem Gig im Unter Tage Club in Koblenz lernte ich Benny House kennen, der ein Teil des Kollektivs ist. Durch ein Booking, was Benny vermittelt hat, entstand eine Freundschaft und ich besuchte die Jungs öfters in ihrem Proberaum. Benny und seine Freundin Lena begleiten mich nun auch öfters auf meinen Touren. Dadurch kam bei einer Flasche Rotwein und einem Colabier im Proberaum eins zum anderen.
Die Jungs sind sehr engagiert und haben sich bereits einen Namen erarbeitet. Selbst Ramon Tapia wurde auf sie aufmerksam und holte Deerk Hollaender auf sein Label Say What? Records.

Wie wurden die beiden Remixer ausgesucht?

Das war relativ einfach: Deerk Hollaender ist als Labelbetreiber natürlich unumgänglich gewesen. Mit doti (dotSTRIPE) verstehe ich mich eh super und da wir wieder etwas zusammen machen wollten, hat das zeitlich gut gepasst. Sein Remix schlägt mein Original um Längen – zumindest meiner Meinung nach. Daher bin ich froh, ihn gefragt zu haben. Aber auch Deerk hat einen tollen Remix hingelegt, und so ist das eine schöne runde Geschichte geworden, die hoffentlich viel Freude auf dem Dancefloor verbreitet!

Tracklist:

01. M.in – Break Their Culture
02. M.in – Break Their Culture (dotSTRIPE Remix)
03. M.in – Break Their Culture (Deerk Hollaender Remix)