This Ain’t Bristol: Neues Release von Nick Olivetti

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„Bee Beat / Sax O Sex“ – so heisst die dritte Katalognummer des Labels This Ain’t Bristol, das in Hannover ansässig ist. Nick Olivetti aus Rom, der bislang Release auf Dirtybird, Kling Klong und Food Music vorzuweisen hat, produzierte die EP. Neben den beiden Original-Tracks umfasst die Zusammenstellung noch einen Remix von Kry Wolf. Wir sprachen mit einem der Macher vom Imprint, Benjamin Rodgers, über die EP, die am 16. März 2015 via Beatport erscheint, und welche Philosophie das Label verfolgt.

trndmsk: Was ist This Ain’t Bristol, wer steckt dahinter und was macht Ihr?

Benjamin Rodgers: Hinter This Ain’t Bristol steht ein ganzes Kollektiv von jungen Künstlern, die trotz ihrer sehr unterschiedlichen Hintergründe die Liebe zur britisch beeinflusster Bass-Musik vereint.

Aus Hannover heraus haben wir uns aufgemacht, um unsere Philosophie von Good Vibes House in ganz Deutschland und darüber hinaus zu verbreiten. Nachdem wir uns erfolgreich mit unserer Veranstaltungsreihe im Weidendamm behaupten durften, das Netzwerk immer größer wurde und die Produktionen unserer Residents auch immer mehr an Bedeutung gewannen, war der nächste Schritt zur Gründung eines Labels nur logisch.

Ihr beschreibt Euren Sound als „britisch beeinflusster Sound“. Was ist das Besondere daran und in wie fern unterscheidet Ihr Euch von anderen Labels?

Wir beschreiben die in Deutschland bestehende Soundlandschaft gerne mit einem Augenzwinkern als „Berlin-House dominierten Szene“, der wir versuchen, Widerstand zu leisten. Klar ist dies ein wenig provozierender Ansatz, aber tatsächlich scheint sich vieles an der Hauptstadt zu orientieren. Versteht uns nicht falsch. Wir feiern den Sound „Made in Germany“, aber eben auch den Sound dessen Wurzeln eher in der „Spledid Isolation“ der Insel zu finden ist.

Das es einen Markt für diesen Sound gibt, zeigt uns nicht nur unsere Partyreihe sowie das Feedback auf unseren beiden Debüt-Compilations („Selections“ und „More Selections“), sondern auch diverse Veröffentlichungen auf renommierten deutschen Labels der letzten Jahre wie z. B. die Martin Ikin-EP auf OFF oder das Hodgson-Release auf Jeudi.

Unser Ansatz ist es, eine Symbiose aus beiden Welten zu schaffen. Musik, die so in Deutschland keine wirkliche Plattform besitzt, auf die Tanzflächen der Republik zu bekommen und Künstlern, die hier zu Lande keiner auf dem Schirm hat, auf die Karte zu bekommen, obwohl sie vielleicht schon außerhalb Deutschlands bereits in aller Munde sind.

Das Release der kommenden EP von Nick Olivetti – „Bee Beat / Sax O Sex“ – steht an. Wie seid Ihr auf Olivetti aufmerksam geworden und wie kam der Kontakt zustande?

Das erste Mal wirklich auf dem Schirm hatten wir Olivetti mit der großartigen „Looping Machine“-Veröffentlichung bei Dirtybird. Danach hatte er mit konstant stabilen Releases überzeugt. Billy Kenny, der sich um unser A&R kümmert, hatte ihm im Rahmen der „More Selections“-Compilation schon von unserer Philosophie überzeugen können, sodass der Rest eigentlich eine reine Formalie war.

Wie wurde der Remixer für die EP ausgesucht?

Wir haben uns eigentlich nur überlegt, wer unsere Wunschkandidaten sein könnten und Kry Wolf waren da ganz oben auf der Liste. Seit dem Besuch der beiden auf der This Ain’t Bristol in Hannover im Juli 2015 stehen wir im ständigen Kontakt und sie gehören als Produzenten sowie als Labelbetreiber (Food Music, Sounds of Sumo) definitiv zu den Leuten, zu denen man aufblicken kann, ohne sich verstecken zu müssen.

Was steht nach der Veröffentlichung bei Euch an?

Neben unsere Partyreihe, zu der wir am 21. März 2015 mit DJ EZ die unangefochtene Nummer eins im Garage-Business zu Besuch haben, stehen die nächsten Releases an.

Gibt es da irgendetwas, das Du bereits verraten kannst?

Neben frischen Newcomern haben wir da ein paar echt aufregende Acts und Remixer in der Pipeline, zu denen wir aber zurzeit nichts verraten wollen. Ich denke, es ist auch kein Geheimnis, zu erahnen, dass die Künstler unseres Kollektivs – unter anderem Billy Kenny und Maximono sowie Abby Jane und Skip Soul – bei den kommenden Releases ihre Finger im Spiel haben werden. Wobei wir uns hier mit unserem Label auch gern hinten anstellen, wenn Amine Edge unseren Maximono auf CUFF signed oder uns Claude VonStroke Billy Kenny und Abby für ein Release auf Dirtybird stibitzt (lacht).

Tracklist:

01. Nick Olivetti – Bee Beat
02. Nick Olivetti – Bee Beat (Kry Wolf Remix)
03. Nick Olivetti – Sax O Sex