The Last Dance: Hijackin‘ #13 mit Session Victim, Snacks & Tim Vita

** Wir verlosen 2*2 Tickets **

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Die bereits mehrfach von trndmusik empfohlene Party-Reihe Hijackin‘ nimmt mit ihrer 13. Ausgabe und dem zweijährigen Jubiläum ihr vorläufiges Ende. Mit dabei sind dieses Mal unter anderem das House-Duo Session Victim, das seine DJ-Künste präsentieren würde. Auf der Seite der Live-Sets präsentieren die Lieblinge der Trndmusik-Redaktion, Snacks, eine Auswahl ihrer Werke. Anlässlich der vorerst letzten Hijackin‘ sprachen wir mir mit Veranstalter Tim Leginski, der ebenfalls am kommenden Freitag unter seinem DJ-Alias Tim Vita auflegen wird.

trndmusik: Was war die ursprüngliche Idee hinter der von dir organisierten Party-Reihe „Hijackin’“?

Tim Leginski: Die Idee wuchs hauptsächlich auf zwei Faktoren: zum einen hatte ich die Möglichkeit, mir einen meiner nach wie vor liebsten Live-Acts nach Berlin zu holen, zum anderen aber auch hinreichend Kapazität, ein für mich damals sehr aufwendiges Event im 2-monatlichen Zyklus zu kreieren. Hinzu kam der Input einer Freundin, viel Monotonie in meinem damaligen Ausgehverhalten (folglich war ich ebenso schnell gelangweilt) und der Reiz etwas eigenes auf die Beine zu stellen, hinter dem ich zu 100% stehen konnte. Wir haben uns damals viel den Kopf über das Konzept zerbrochen, allerdings wurden wir uns dann nach und nach klarer darüber. Beispielsweise war schnell klar, dass Live Auftritte eine wichtige Rolle spielen würden und keine Mühe gescheut werden soll, das Setup für Künstler und Gäste optimal zu gestalten. Schließlich wollen viele nicht nur hören, sondern auch sehen was passiert – ähnlich wie bei einem Konzert.

Die dreizehnte Ausgabe soll nun die vorerst letzte sein. Welche Gründe gibt es für diese Entscheidung?

Langfristig habe ich versucht, Vertrauen der Gäste in den Namen Hijackin’ aufzubauen. Um ehrlich zu sein, war das mein primäres Ziel. Denn so hätte ich die Möglichkeit gehabt viele talentierte Künstler, die nicht zwingend die 130.000 Facebook Likes haben oder Local Hero sind, zu buchen. Ich habe in den letzten 2 Jahren so viel großartige Acts entdeckt, die ich gerne gezeigt hätte. Einige habe ich auch gebucht und dem Line-Up „untergemogelt“, dabei waren sie oft meine heißen Tips des Abends.

Ich musste dann nach einiger Zeit einsehen, mein Ziel verfehlt zu haben. Mir waren die Hände gebunden, ich konnte mein primäres Ziel nicht erreichen, denn ich musste immer schauen wirtschaftlich und zeitgleich kredibil zu bleiben. Zu dem hatte ich auch einen enormen Anspruch an mich selbst, den ich nur schwer gerecht werden konnte: ständig 3 Live Acts, viele Künstler aus anderen Ländern, immer wechselnde Line-Ups, usw. Der Aufwand ist irgendwann mehr als die Leidenschaft zulässt und es lief auch nicht immer alles so rosig, wie es vielleicht nach außen wirkt.

Im Endeffekt waren es aber wertvolle Erfahrungen, die ich sammeln durfte und vor allem auch schöne Momente, die jede einzelne Hijackin’ mit sich brachte. Man soll immer dann aufhören, wenn es am Schönsten ist. Und niemand behauptet, es sei für die Ewigkeit. Jack will be back for sure…

Wie siehst du die gegenwärtige Club-Kultur in Berlin? Wo liegen die Probleme, wohin geht die Entwicklung?

Clubs kommen und gehen, Promoter kommen und gehen, Künstler kommen und gehen, Touristen kommen und gehen. Seit nahezu 9 Jahren irre ich in dieser verqueren Club-Welt umher und ich bin weiß Gott lange nicht schlau daraus geworden. In der Zeit gab es viele Aufschreie, einige davon auch durchaus berechtigt, andere wiederum waren Wichtigtuerei (Wer braucht schon eine Loveparade zurück?). Ohne irgendwelche aktuellen Statistiken zu kennen, so hat man doch das Gefühl, der Markt wächst kontinuierlich und das zu Gunsten aller Beteiligten. Clubs sterben, zeitgleich machen aber auch zwei neue auf. Mir fällt es allerdings schwer, das ganze auch mal aus der Sicht eines „normalen Club-Gasts“ zu betrachten.

Die Probleme sehe ich eher in dem Verständnis der Leute für Musik: das Nachtleben besteht zum Großteil aus Partywütigen und ein kleiner Teil sind Musik-Liebhaber/Kenner/Sammler, die vor allem auch Ausgehen um Musik zu erleben. Wenn man mal mit anderen Promotern oder Club-Bookern in’s Gespräch kommt, war man sich meist schnell einig. Viel Spielraum bleibt einem oft nicht oder man fängt eben an Parties zu subventionieren. Interessant fand ich den Ansatz eines Promoters, der bei mir im Club ein ziemlich interessantes Soulful House Event macht. Um das Vorhaben zu finanzieren, fragte er nach einem weiteren Date im Monat, wo er mit lokalen Hip Hop DJs Kasse macht. Jedenfalls ist Berlin voll mit guten Parties und viel guter Musik, aber das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft, egal ob House, Hip Hop oder Rock n Roll!

Interview: Philipp Kutter

Wir verlosen 2*2 Gästelistenplätze! Was müsst ihr tun? Entweder schreibt ihr einen Kommentar mit eurer Emailadresse oder ihr schickt einfach eine Email mit eurem kompletten Namen und dem Betreff ( Hijackin’! ) an win@trndmusik.de! Einsendeschluss ist der 24. Juli 2015 um 12:00 Uhr!