Weisser Rabe beim MS Dockville 2015

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Vor ca. zwei Wochen legte der DJ Weisser Rabe in Hamburg auf – genauer gesagt beim MS Dockville 2015. Den knapp zweistündigen Auftritt schnitt der gebürtige Kölner mit und veröffentlichte ihn im Nachhinein via SoundCloud.

trndmsk: Yannick, wie kam Dein Gig auf dem MS Dockville in diesem Jahr zustande?

Weisser Rabe: Das Dockville hatte bereits letztes Jahr im Herbst bei mir angefragt. Ein wirklich unglaublich nettes und kompetentes Team, das sei an dieser Stelle mal ausdrücklich erwähnt!

Wie hast Du die Tracks für das Set ausgesucht?

Ich habe kürzlich erst eine Promo von Aaron Baron und Jean Marie K erhalten. Ihr Track heißt „Introduction“ und ist – wie der Name schon verrät – wirklich wie gemacht für ein Intro. Der Stand also schon früh fest. Und auch den Abschlusstrack hatte ich mir vorher zurechtgelegt und hätte ihn nur geändert, wenn er wirklich überhaupt nicht mehr gepasst hätte.

Alles was dann zwischen diesen beiden Tracks im Set zu hören ist, entstand völlig spontan. So mache ich es immer. Ich versuche, beim Auflegen ein Gespür fürs Publikum zu entwickeln und es sehr genau zu beobachten. Je nachdem, wie die Leute dann auf bestimmte Tracks reagieren, beeinflusst dann eben auch den Verlauf meines Sets. Wenn ich mir vorher schon alles zurecht legen würde, macht das Auflegen erstens keinen Spaß mehr und – was noch viel wichtiger ist – ich wäre nicht mehr in der Lage, richtig auf die Leute und die Stimmung einzugehen, sollte das, was ich mir dann vorher zuhause so überlegt hätte, doch nicht funktionieren.

In der EDM-Szene mag das ja bei den großen Festivals mittlerweile Gang und Gebe unter den DJs sein. Ich halte von komplett durchgeplanten oder gar prerecorded Sets überhaupt nichts.

Gibt es einen absoluten Lieblingstrack im Set von Dir?

„Woods“ von &ME ist schon eine unglaublich vielschichtige und beeindruckende Produktion. Man hört die Nummer zwar ziemlich oft momentan, aber ich hab sie einfach noch nicht satt gehört – und es macht einfach unfassbar Bock, das Ding vor voller Hütte zu zocken (lacht).

Welche drei Songs sind derzeit in jedem Deiner DJ-Sets zu finden?

Also, wie ich ja eben gesagt habe, lege ich spontan auf. Und da sich die Gigs, auf denen ich spiele Gott sei Dank nicht alle gleichen, ändert sich auch die Tracklist eigentlich immer. Wenn es aber passt, dann spiele ich momentan gern etwas härtere Nummern. „Take Me Baby Reeemix“ von Cascandy, Onur Ozmans „I Am Crying“ im Remix von Hot Since 82 oder auch Channel Xs „Out Of Control“ zum Beispiel. Über „Woods“ habe ich ja schon alles gesagt.

Was steht demnächst bei Dir an?

Am 12. September spiele noch ein 3-Stunden-b2b in Bochum mit meinem Kumpel Jonathan von Spontan Bochum. Die Veranstaltung nennt sich „Spontan im Einklang #2 – 16 Stunden Benefizparty DRAUSSEN & DRINNEN“ und ist eine wirklich tolle Geschichte, denn der Veranstalter spendet pro Gast 1,- € an lokale, sozial tätige Projekte.

Danach muss die Musik dann für ein paar Wochen auf mich verzichten – die Endphase meiner Vorbereitung aufs Examen steht nämlich an. Wenn das dann hoffentlich in trockenen Tüchern ist, startet ab Mitte Oktober dann auch für mich die Clubsaison – neue Sets und Podcasts wird es zudem dann sicher auch wieder von mir geben.