Jonas Saalbach: Ein Album für den Dancefloor – „Ancient Lake“

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In zwei Tagen, am 30. Oktober 2015, bringt Jonas Saalbach seinen Debütlongplayer raus. „Ancient Lake“, ein Gemisch aus Tech-, Deep-House und Electronica, wird auf seinem Heimatlabel, Einmusika Recordings, erscheinen und ist die 59. Katalognummer des Imprints von Einmusik. Auf seinem ersten Album kombiniert der Produzent und Liveact Melodien und Elemente des Dancefloors mit harten Bässen und Instrumenten, die dafür geschaffen sind, Geschichten zu erzählen. Wir sprachen mit dem Berliner Künstler über das Werk, das für den Dancefloor gemacht wurde.

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trndmsk: Jonas, wie lange hast Du an dem Album gesessen?

Jonas Saalbach: Im letzten Herbst habe ich bereits mein Album „Ancient Lake“ mit Einmusika Recordings geplant. Dies war auch der Zeitpunkt, an dem ich zumindest gedanklich angefangen habe, daran zu arbeiten. Wie lange der aktive Studioprozess gedauert hat, kann ich schwer einschätzen, da ich zum Teil Songs wieder rausgeworfen und Remixarbeiten dazwischen gelegt habe. Irgendwie war alles ein Fluss, und die Sicht auf die Produktionszeit ist ziemlich verschwommen.

Wie kamst Du auf den Titel – „Ancient Lake“?

Es handelt sich dabei um ein Zitat von Jim Morrison aus dem Song „The End“. Ich bin ein großer Fan, und irgendwie blieb das hängen bei mir. Ich glaube, nach einer Album-Produktion ist die Frage nach dem Titel das schwierigste, und ich habe es mir einfach gemacht (lacht).

Wo hast Du Dir die Inspiration für die zehn Stücke geholt? Woher kam die Idee zum Longplayer?

Ich arbeite schon sehr regelmäßig und mache mir meine festen Studiozeiten. Das heißt: Ich produziere auch in Zeiten, in denen mir gefühlsmäßig gerade nicht so danach ist. Trotzdem kann sich immer einen Flow entwickeln, und es entstehen in solchen Momenten gute Sachen – eben ungeplant. Inspiration bedarf es also nicht bei jeder Session.

Ich habe schon längere Zeit mit dem Gedanken gespielt, ein Album zu machen, aber auch Respekt vor diesem Format. Zehn Tracks zu schreiben, die zueinander passen und sich gegenseitig ergänzen, ist nichts, was man mal eben so nebenbei macht.

Im Gegensatz zu einer 2-Track-EP bietet ein Album mehr Platz für Experimente. „Ancient Lake“ ist zum Beispiel ein dancefloor-orientiertes Album, welches aber auch Stücke beinhaltet, die nicht zwangsweise in den Club gehören.

Wie und wo sind die Stücke entstanden?

Final im meinem Studio im Berliner Funkhaus. Meine Studiokopfhörer habe ich aber immer dabei, und so entstehen oft kleine Skizzen in der Natur – oder wenn ich auf Tour bin. Außerdem vergeht so die Wartezeit am Flughafen oder beim Zugfahren schneller.

Aus welchen gründen erscheint der Longplayer auf Einmusika?

Bei Einmusika bin ich nun schon seit drei Jahren festes Familienmitglied. Für meine ganze Karriere bildet sich hier die Basis, da ich nicht nur auf dem Label veröffentliche, sondern auch Teil der dazugehörigen Booking-Agentur bin. Somit hat sich für mich gar nicht die Frage gestellt, auf welchem Label mein Debütalbum erscheint. Ein bisschen Basis in dieser in dieser verrückten Szene ist, glaube ich, für jeden Künstler wichtig – auch wenn man auf vielen Imprints veröffentlicht im Laufe der Zeit.

Wie geht es nach der Veröffentlichung weiter?

Ich habe nach Abschluss der Albumproduktionen erst einmal Urlaub gemacht, mir nochmal alles in Ruhe angehört und mich dann aber schon wieder ins Studio verzogen. Geplant sind einige Remixe – unter anderem für Miss Melera, Einmusik, Mira & Chris Schwarzwalder und Dahu. Ich versuche gerade, wieder andere Wege zu gehen, als beim Album und aus der Thematik auszubrechen.

Tracklist:

01. Jonas Saalbach feat. Paul Klatt – Ancient Lake
02. Jonas Saalbach feat. Mz Sunday Luv – Thinking Of You
03. Jonas Saalbach – June Gloom
04. Jonas Saalbach – Hammada
05. Jonas Saalbach – Delusion
06. Jonas Saalbach – Morgen
07. Jonas Saalbach feat. Mz Sunday Luv – Driven By Madness
08. Jonas Saalbach – Tortuga
09. Jonas Saalbach feat. Woodie S – Yaled
10. Jonas Saalbach – Deep Like