Axel Boman verrät seine Lieblingsplatten

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Der britischen Tageszeitung The Guardian hat Axel Boman seine Lieblingsplatten verraten. Als erstes nennt der schwedische Produzent, der für seinen eigentümlichen Pop-House bekannt ist, das Werk „The Champion“ von Whispers Beirut, ebenfalls ein aus Schweden kommendes Duo. „Mit diesem Track werde ich meine nächsten DJ-Sets eröffnen“, so Boman. Das Produzenten-Gespann aus Stockholm sei das Beste aus Schweden seit Björn Borg: „Eines Tages werden sie ihre Musik nicht nur auf SoundCloud releasen – und ich werde darauf warten.“

Als nächstes stellt Boman den Track vor, den er immer spielt, um einen Dancefloor zu retten: „Keep The Fire Burning“ von The House Crew. Das Stück erschien vor über 24 Jahren – also 1991 – auf dem britischen Label Production House. „Du kannst mit ein wenig UK-Hardcore nichts falsch machen“, verspricht der Schwede, „dieses Monster wird jedem, der über 35 Jahre ist, ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“

Dann kommt Boman zu einem Track, den er liebend gern auf seinem eigenen Imprint rausgebracht hätte: „Parallel Life“ von Baby Ford. Immer wenn er die Nummer höre, verliebe er sich in den Track. „Er ist so schön und einfach“, schwärmt der Schwede von dem Stück, das 2004 bei Perlon rauskam. „Das einzige Mal, dass ich den Track bei einem Gig gehört habe, war mit DJ Sprinkles, der ihn spielte. Ich bin mir aber sicher, dass er nicht der Einzige ist, der ihn genauso liebt wie ich.“

„Love Is Free“, produziert von Robyn und Maluca, im Remix von Mr. Tophat wird als nächstes erwähnt. „Der Track, der zu unrecht in diesem Jahr vergessen wurde“, meint Boman. Er liebe alle beteiligten Personen, die an der Nummer mitgewirkt haben: Pop-Prinzession Robyn, den verrückten Mr. Tophat und die schwedische Produzenten-Legende Christian Falk.

„Diesen Track würde ich spielen, um jemanden meinen Geschmack zu zeigen“, verrät Boman – und nennt die Nummer „Shogun“ von La Batterie. Das Werk sei einer dieser Zufallsfunde in einem billigen Secondhand-Laden gewesen: „Die Nummer hat einen erstaunlichen Techno-Groove.“

Um morgens aus den Federn zu kommen, empfiehlt der Schwede die Nummer „Loud Places“ vom Briten Jamie xx – und zwar in der Dub-Version von John Talabot. Der Track sei viral gegangen, als Boman ihn in der New Yorker Radioshow Beats In Space gespielt hatte: „Und ich denke, dass das Label nicht glücklich darüber war, dass ich geleakt habe. Ich habe noch immer Angst, dass sie mich deswegen hassen!“

Auch auf der Hochzeit seiner Tante spielte Boman eine seiner Lieblingsplatten: „Innan Du Går“ von Kaah. „Der schwedisch R’n’B-Sänger Kaah ist ein Held und das ist sein bester Song, der beweist, dass die schwedische Sprache manchmal ziemlich cool klingen kann.“

Anschließend folgt „Gamla Skolan“ von Lukas Nystrand von Unge. „Das Ding ist ein Hit! Wie die meisten Songs von Lukas hat dieser einen Killer-Hook und eine schöne Pop-Qualität. Jeder braucht mehr von Lukas in seinem Leben!“

Als letztes nennt Boman „Make Love“ vom französischen Duo Daft Punk, den er auf seiner eigenen Beerdigung spielen lassen würde. „Das ist einfach der beste Song von Daft Punk! Die meisten haben richtig Menschlichkeit. Ich werde die Nummer immer lieben.“