„Blank Tracks #03“ – eine Compilation für die Unbekannten

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Bei Blank verstehen sie sich als eine clubkulturelle Entwicklungshilfe. „Das ist weit weniger größenwahnsinnig, als es sich anhört“, versucht Alexander Graf, einer der Macher, diese Aussage zu erklären. „Was ich meine, ist, dass es uns einfach riesigen Spaß macht, jungen Menschen, die neben dem reinen Feiern noch größeres Interesse an House und Techno entwickeln, zu supporten.“ Musikproduzenten könne zu ihnen ins Studio kommen – oder Blank gibt Workshops in Produktion oder ähnlichem: „Unsere neueste Compilations – das ist jetzt die vierte – bieten sich da einfach als perfektes Format an, um diese Entwicklungen zu präsentieren. Anstatt möglichst große Namen draufzuklatschen, wollen wir Leute zeigen, die noch nicht jeder kennt.“

Für die 10-Track-starke Kollektion „Blank Tracks #03“ haben sie sich eine Kiste Bier ins Studio gestellt und gefühlt tausend Tracks angehört: „Dazu haben wir uns stundenlang auf kindischste Art und Weise über die Qualität der einzelnen Einsendungen gestritten. Wichtig war uns der lokale Bezug, und dass die Produzenten nicht schon zig Releases vorweisen konnten. Alle vertretetenen Artists sind aus der Rhein-Main- bzw. Rhein-Neckar-Region und kaum bis mäßig bekannt.“ Gleichzeitig war es dem Projekt wichtig, dass man einen eigenen ästhetischen Anspruch heraushören kann. „Dass diese Künstler ihre besten Tracks bestimmt erst noch produzieren werden nehmen wird dabei gern in Kauf“, so Graf, der mit seinen Mitstreitern aktuell die zweite Ausgabe ihres Clubkultur-Festivals Crossroads, das vom 15. bis 17. Januar 2016 in Heidelberg stattfinden wird, plant.

Alle Werke bietet das Projekt als freie Downloads an. „Wir wollen die Musik einfach jedem zugänglich machen – immerhin geht es hier um junge motivierte Talente, die eine möglichst große Hörerplattform bekommen sollen.“ Letztendlich ging es ihnen nie darum, um Geldverdienen mit Blank zu schäffeln: „Angesichts der ganzen Entwicklungen im Clubmusikbereich wollten wir außerdem auch nicht eins dieser ganzen Labels werden, die ihre Dateien krampfhaft auf Beatport drücken, nur damit sie ein „richtiges“ Release haben.“

Tracklist:

01. George Paris – Pure Satisfaction
02. Pathetic Waste Of Talent – The Autobahn
03. David Jackson – Sequence 16
04. Byusa – CN Y FLT
05. Jesus Moses – Yes, It’s You I’m Talking About
06. Adam Stacks & LO – 79
07. AM Unit – Brain Shifter
08. MFS – Copper
09. Neo – Rumpl
10. Airøn Kølarøw – This How We Do