trndmsk Future Stars #15: Martha van Straaten – Tempo Down Drums Up

trndmskfuturestars15

Dass wir seit letztem Jahr auf Sets von Martha van Straaten stehen, können wir nicht leugnen. Denn hier, hier und nochmals hier hat uns die gebürtige Bremerin, die mittlerweile weiter nach Leipzig gezogen ist, mehrmals den Kopf verdreht. Natürlich war das auch ihren Kollegen Jascha Hagen und der Brasilianerin Urubu Marinka geschuldet. Wie dem auch sei: Die bezaubernde Dame hat für trndmsk die 15. Ausgabe unserer Future Stars-Reihe gemischt.

trndmsk: Martha, was erwartet uns in den nächsten 75 Minuten?

Martha van Straaten: Trommeln und Bässe, Saiten und zischelnde Stimmen, volle Gesänge und ab und zu ein Vogel oder Affe. Und das alles stets unter 100 Beats pro Minute.

Wie hast Du die Stücke für den Mix ausgesucht?

Sitzend oder liegend. In der einen Hand eine Tasse Ingwertee, in der anderen ein Dübel.

Wie und wo wurde das Set aufgenommen?

Ich habe es zu Hause aufgenommen, an meinen eigenen Plattenspielern mit den Timecode-Vinyls. Das Intro habe ich bei einer 5-Minuten-Meditationsübung gefunden, und es passt herrlich mit dem ersten Track zusammen. Ich finde, man sollte sich das öfters vor Augen halten: „It’s okay to smile!“ Ich versuch es immer wieder, und es hilft!

Was möchtest Du in Deinem DJ-Dasein noch erreichen? Oder setzt Du Dir gar keine Ziele und nimmst einfach alles so, wie es kommt?

Am Besten am Auflegen ist für mich definitiv das Reisen. Ich komme oft an Orte, an denen ich noch nie vorher war. Auch jetzt gerade bin ich in Brasilien, Chile, Argentinien und mal sehen, wo noch unterwegs. Man trifft Leute in den angenehmen Stunden ihren Lebens, hat direkt Kontakte zu Leuten aus der Area, hat meistens einen paar tolle Momente miteinander und Freigetränke. Davon will ich noch mehr. Ziele hab ich nicht wirklich, ich bin eher überrascht, wie schnell das alles gerade ging. Seitdem ich auf dem Karl Kutter spielen durfte, bin ich wunschlos glücklich. Für mich der schönste Ort zum Musik spielen.

Was steht in naher Zukunft bei Dir noch an?

Wie gesagt, zurzeit bin ich in Brasilien. Letztes Wochenende haben ich mir den Girls und Boys von Voodoohop auf dem völlig verregneten, aber dennoch sehr geilem Ressonar Festival in der Chapada Diamantina gespielt. Gerade bin ich in Sao Paulo, spiele zwei Gigs hier und fliege dann nach Chile, wo ich mit Urubu Marina, Chancha via Circuito, Ninze, Wide Awake, Matanza, Sidirum und noch mehr super Acts spielen werde. Danach geht’s weiter nach Buenos Aires, und dann mal schauen, wohin weiter – wahrscheinlich Uruguay und Peru. Mitte April komme ich zurück nach Europa, und dann geht’s ja eigentlich auch schon wieder los mit dem Festivalsommer. Juhu, so schnell ist der Winter wieder vorbei.

Welche Gigs kommen auf Dich zu und wie sieht es in Sachen Produzieren aus? Wäre das ein weiterer Schritt?

Nach Südamerika geht es erstmal mit den Jungs von Sutsche nach Zürich, dann nach Hamburg, München, Oldenburg, München und endlich mal nach Moskau. An Festivals in Europa stehen bis jetzt erst das Monticule Festival in Südfrankreich, die Fusion und ein paar kleinere Sachen mit Freunden fest. Ich hoffe, ich komm‘ nochmal zum Garbicz, das war für mich eins der schönsten Sachen letztes Jahr.

Mit dem Produzieren befasse ich mich grade nicht, ehrlich gesagt habe ich nicht mal Ableton auf meinen Macbook. Ich versuche mich mit Julian (Ninze) seit einigem Monaten an einem Remix und hoffe, das wir ihn in Chile endlich fertig. Ich habe mich nie wirklich mit Ableton auseinandergesetzt und gebe eher kreativen Input, als das ich Knöpfe drücke. Ich glaube, Ableton und ich müssen uns erstmal einige Tage in einen leeren Raum einschliessen, bevor ich was hochladen kann. Gut Ding will Weile haben.

Tracklist:

01. Jaja (Jascha Hagen & Jan Soutschek) – Ceu
02. Rlhbslcn – Pershki
03. SidiRum & Barda – Avestruz
04. San Ignacio feat. Sara Hebe – Entre los dos
05. Peter Power – Jungle Voodoo
06. Ninze – Sedate
07. Nicola Cruz – La Cosecha
08. Daniel Lucas – Tapajos e os Passaros de Egberto
09. Rlhbslcn – Marime
10. Kurup – Forasteiro
11. Dikanda – Ederlezi (Nicola Noir Edit)
12. Esteban Peon – Zulqui
13. Nicola Cruz – Mantis
14. Salvador Araguaya † – Taieras
15. Thomash (VOODOOHOP) – Synthetic Ana

Alternativer Download-Link
(MP3, 320 kBit/s, 1:14:51 Min., 172,5 MB)

  • oliver

    Dear Martha,you have a gentle touch,really enjoyed the mixes you have shared,looking forward to more.