Mit Vitus Bachhausens Nummer „Back Home“ fühlt ihr euch richtig wohl

vitusbachhausen

Um seine eigenen Musikproduktionen zu beschreiben, werden oft Phrasen gedroschen. „Auf eine melancholisch- emotionale Klangreise soll der Track den Hörer entführen“, heisst es da meistens. „Ehrlich gesagt“, meint Vitus Bachhausen, „ist mir das egal. Ich möchte es mir auch nicht anmaßen, zu bestimmen, wohin diese Klangreise bei jedem einzelnen Hörer gehen soll.“ Die Assoziationsmöglichkeiten von Musik seien nun mal so weitläufig und individuell, dass sie objektiv schwer zu fassen seien. „Also lasst dem auditiven Romantiker in euch einfach freien Lauf und macht damit, was ihr wollt“, sagt der Produzent aus Köln und spielt damit auf sein Werk „Back Home“ an.

Ein Ort, an dem man sich wohlfühlt

Die Idee zum Track verrät er dennoch: „Ursprünglich habe ich das Original als Soundtrack für einen studentischen Film von einigen Freunden und mir komponiert. Dieser Film handelt von der erlösenden Kraft, immer wieder an einen Ort zurückkehren zu können, an dem man sich wohl fühlt.“ „Back Home“ eben. Im seinem eigenen Remix sollte diesem eigentlich melancholisch-sehnsuchtsvollen Gefühl etwas mehr Triebkraft verpasst werden, sodass es auch auf der Tanzfläche empfunden werden könnte. „Diesen Track habe ich deshalb bewusst so konzipiert, dass seine Struktur für den Hörer leicht zugänglich ist. Die simplen Melodien und die erwartbaren Drops sollen eine Leichtigkeit vermitteln, mit der jeder etwas anfangen kann. Im Übrigen ist der Track auch Teil einer EP von mir, in der genau diese Zugänglichkeit von Musik thematisiert wird. Dabei pendle ich gerne zwischen Überraschung und Erwartung, zwischen Komplexität und Leichtigkeit, zwischen Kunst und Kitsch.“

Die Musikleidenschaft als Antrieb

Entstanden ist die Nummer bei Tag: „Ich glaube, dass beide Zeiten fruchtbares kreatives Potenzial entfalten können.“ Nachts habe er das Konzept für den Track entworfen und „das war auch gut so, weil in der Nacht aus irgendeinem Grund kreative Hemmschwellen fallen.“ Tagsüber wiederum habe Bachhausen dieses Konzept dann bei klarem Kopf ausgearbeitet und in eine geordnete Form gebracht: „So können sich beide Zeiträume mit ihren jeweils eignenen Geisteszuständen ergänzen.“ Über eine instrumentale oder musikalische Ausbildung verfügt der junge Musiker nicht: „Ich mache das alles vordergründig für mich. Ich kann natürlich nicht von der Hand weisen, dass ich mich über positives Feedback für etwas freue, an dem ich unzählige Stunden mit Leidenschaft gearbeitet habe. Deswegen ist die Veröffentlichung über trndmsk ziemlich wohltuend, weil das, was ich als meine persönliche Kunst bezeichne, auch außerhalb meines kleinen aber feinen Schlafzimmerstudios wahrgenommen wird.“ Außerdem sei er offen für den kreativen Austausch. „Gerne kann sich jeder an dem Ding bedienen und daraus etwas Neues basteln. Ich werde einfach so weitermachen. Die Musik ist zwar fester Bestandteil meines Lebens, bisher aber eher leidenschaftlich als professionell. Dasselbe gilt für’s Filmemachen und Fotografieren“, so der Künstler.

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