Reinster Ambient – die EP „Filling The Scars With Light“ von Głós

fillingthescarswithlight

„Die Idee für eine reine Ambient-EP hatte ich schon ziemlich lange“, muss Głós gestehen. Jedes mal, wenn ihn Labels nach Demos fragen, schickt er ihnen mindestens genauso viele Ambient- wie auch Techno-Produktionen – sehr oft auch eine Mischung aus beidem. „Ich experimentiere sehr gerne mit verschiedenen Genres, weil ich eigentlich nichts von klar definierten Grenzen halte, weder bei Musik noch im richtigen Leben.“ Da allerdings die meisten Labels auf eben diese Grenzen stehen, sammeln sich diese von ihm heiß geliebten Stücke meist eher weniger zurückgeliebt auf der Festplatte: „Anfangs hatte ich sogar vor, ein eigenes Label zu gründen, das sich auf diese Art von Musik spezialisieren sollte. Sogar erste Konzepte und Pläne zur Umsetzung habe ich geschmiedet.“

Dort, wo es wehtut

So ganz vom Tisch sei die Idee zwar nicht, aber aufgrund der Anfrage vom Stuttgarter Label Intimate Silence und des sich durch die vielen anderen Projekte ergebenen Zeitmangels habe es sich fürs Erste erledigt, erklärt der Produzent. „Oder besser gesagt: Auf unbestimmte Zeit hinten angestellt.“ Die angesprochene Veröffentlichung, die EP „Filling The Scars With Light“, erschien die Tage auf dem noch jungen Imprint. Die Inspiration zur Produktion holt er sich von überall – meistens dort, wo es wehtut. „In diesem Fall gab es zum einen diesen bestimmten Film, der mich bewegt hat und der als visuelle Inspirationsquelle diente. Zum gleichen Zeitpunkt habe ich mich grade viel mit Musique concrète beschäftigt, insbesondere mit den Werken einer gewissen Eliane Radigue, die mich ziemlich geflasht haben.“

Die Lieblingskünstler als Inspirationsquelle

Zu guter Letzt kam noch dazu, dass er wieder zwei seiner Lieblingskünstler, William Basinski und Bersarin Quartett, rauf und runter hörte – letzteren besonders, weil er grade ein neues Album in Vorbereitung hatte. „Das erinnerte mich daran, dass er mir bei einem gemeinsamen Gig in Münster erzählt hatte, auf welcher musikalischen Basis er arbeitet und wie er sich an so ein Stück setzt. All diese Dinge haben sich dann zu einer Idee manifestiert, die ich dann auf genau diese Art und Weise umsetzen wollte.“

Tracklist:

01. Głós – Figurant
02. Głós – Filling Scars With Light
03. Głós – Empathy Keeps Me From Sleeping