Bass Music, Jungle und Footwork vereint – „Lost“ vom Berliner Ticklish

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Es ist ein Mix aus Bass Music, Jungle und Footwork geworden – die neue EP vom Musiker Ticklish aus Berlin. Seine beiden Werke, die hypnotische Nummer „Lost“ und das Jungle-Techno-Stück „Redshift“ (nur im digitalen Format zu haben), erscheinen in der Reihe „Swinging Flavors“. „Die Reihe ist unsere neue cluborientierte 7“-Serie, die wir fortan rausbringt“, klärt das Label Beat Machine Records aus Mailand auf. Man könne die dritte Ausgabe von „Swinging Flavors“ als kleinen Ausriss aus ihrer musikalischen Welt betrachten, so die Macher des Imprints. Nach Sun People aka Simon/Off und Moresounds, Lynch Kingsley, Block Mameli sowie DJ Madd ist nun der Berliner Produzent an Reihe, die Serie fortzuführen. Mit an Bord ist auch der britische Artist Addison Groove, der seit Jahren in Bristol lebt und eine eigene Version zur Nummer „Lost“ angefertigt hat, die die EP abrundet. Alle Werke werden digital ab dem 26. Mai 2016 über Bandcamp erhältlich sein.

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trndmsk: Ticklish, woher kam die Idee für die EP? Wo hast Du Dir die Inspiration geholt?

Ticklish: Zur Zeit, als ich „Lost“ gemacht habe, habe ich viel Jungle-Kram von circa 1994 gehört – meiner Meinung nach eine der spannendsten Jahre im Jungle. Einige der Tracks, die damals rausgekommen sind, sind immer noch total die Granaten. Schade, dass sie so schwer erhältlich sind. Daher kam aber auch die Motivation, ein paar Tracks in die Richtung zu machen. Herausgekommen sind dabei ein paar Remixes wie z. B. von Redlights „Coca Cola“, aber auch eben der Original-Track „Lost“.

Wie und wo ist „Lost“ entstanden?

Entstanden ist „Lost“ – wie fast alle meine Tracks – in meinem Homestudio in Berlin. Ich habe zu der Zeit viel mit Oldschool und 90s-Samples experimentiert, herausgekommen sind dabei die Jungle-Bässe und das ravy, aber emotionale M1-Piano auf „Lost“. Normalerweise brauche ich nicht mehr viel länger als einen Nachmittag, um einen Track zu machen, „Lost“ hat sich allerdings über mehrere Wochen hinweg entwickelt.

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Wie kam der anschließende Kontakt zu Beat Machine, dem Label, zustande?

Luca, der Labelmanager von Beat Machine, kam vor ein paar Monaten auf mich zu und fragte mich nach einem Remix für den russischen Produzenten Screw3000. Nach der Veröffentlichung sind wir in Kontakt geblieben und haben uns vorgenommen, zusammen an einem Release zu arbeiten. Und siehe da, hier ist die Platte!

Was steht nach der Veröffentlichung bei Dir an? Arbeitest Du bereits an weiteren Projekten?

Ich bin seit kurzem von Live From Earth gesignt worden, worüber ich super happy bin. Die Jungs machen meiner Meinung nach gerade die spannendsten Sachen in der deutschen Rap-/HipHopSzene. Shoutouts auch an die Jungs an dieser Stelle! Wir planen gerade eine EP mit mehreren Tracks, die mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls auf Vinyl rauskommen wird. Es steht auf jeden Fall noch so einiges auf dem Programm!

Tracklist:

01. Ticklish – Lost
02. Ticklish – Lost (Addison Groove Remix)
03. Ticklish – Redshift (Only Digital)