Wacken Open Air verbietet Rucksäcke auf dem Gelände – ziehen weitere Großveranstaltungen nach?

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Das Sicherheitskonzept des Wacken Open Airs als Beispiel? / Foto: von Avarty Photos (CC BY 2.0 / Creative Commons)

Aus Angst vor Terrorangriffen haben die Organisatoren des vom 4. bis 6. August 2016 stattfindende Wacken Open Airs beschlossen, dass die Besucher keinerlei Taschen oder Rucksäcke mehr mit auf das Festivalgelände nehmen dürfen. Der Veranstalter des Metal-Spektales in Schlesweig-Holstein, Thomas Jensen, erklärte in einem Interview mit der Deutschen Welle, dass das Sicherheitskonzept des Festivals aufgrund des Amoklaufs in München, aber auch aufgrund der Sprengstoffattacke vor einem Festival in Ansbach, verschärft wurde. Dort war vor zwei Wochen ein Sprengsatz vor dem Eingang eines Festivals detoniert und verletzte 15 Menschen zum Teil schwer. Der Angriff erfolgte nur wenige Tage, nachdem ein 18-Jähriger aus fremdenfeindlichen Motiven neun Menschen in München erschoss.

Ziehen Festivals für elektronische Musik nach?

Dass sich diese Maßnahme auf weitere Großveranstaltungen übertragen, steht im Raum. So könnte die Nature One, die ebenfalls ein immenses Publikum anzieht, diesem Beispiel folgen. Denn auch internationale Festivals wie die in Belgien stattfindenden Pukkelpop, Rock Werchter und das Tomorrowland haben angekündigt, ihr Sicherheitskonzept zu überdenken.