Es soll eine Symbiose ergeben – die „Feral Child“ EP von Lorenz Lepus ist da

feralchild

„Die ursprüngliche Inspiration zurück zu verfolgen finde ich immer etwas schwierig, denn sie ist ja selten konzeptionell“, antwortet Lorenz Lepus auf die Frage, woher die Inspiration zu seiner neuen EP, „Feral Child“, stammt. „Die ersten Ideen für meine Produktionen entstehen meistens beim Erstellen und Zusammenstellen von Sounds.“ Die Produktion bzw. die Klanggestalltung erzähle genau so sehr eine eigene Geschichte wie die Komposition, deshalb habe er versucht, die beiden Komponenten so aufeinander abzustimmen, dass sie gut harmonieren. „Quasi eine Symbiose ergeben“, so der junge Berliner. Bei seinem Werk „Feral Child“ war das erste Thema das Klavier: „Ich baute den kompletten Track darauf auf, angefangen mit dem Synthesizer-Pad, Bassstimme und etwas Noise.“ Die Kick, Hihat und Percussion sowie der Arpeggio der Nummer wurden erst danach im Arrangement hinzugefügt. „Da dies erst mein zweiter Track überhaupt war, den ich produziert habe, zog sich der ganze Prozess über Monate hin.“

Mallone war hin und weg

Das zweite Stück, „Lost“, hingegen ist ganz anders und deutlich schneller entstanden: „Eigentlich besteht der Track aus nur aus drei Komponenten: Chords, Bassbereich und einem LFO modellierten Synth. Angefangen mit diesen „Noisy-Chord-Sound“, den ich vom Klang super interessant fand, baute ich mir einen Ambient-Track.“ Dafür spielte Lepus die Akkorde ein. Erst die Woche darauf kam ihm die Idee, diese Akkorde in einem Techno-Kontext auszuprobieren: „Also schrieb ich eine Bassline und Kick, passte die Akkorde rhythmisch an und schon war das Grundgerüst für „Lost“ fertig.“ Veröffentlicht wurde die EP am 14. Oktober 2016 via Schakal Recordings. „Das Schakal-Label und ich kennen uns schon lange. Die Idee für die EP entstand dann tatsächlich, als ich Mallone das erste Mal „Feral Child“ vorspielte. Es war der zweite Track, den ich je gemacht hatte, und Mallone war so hin und weg, dass er den Track unbedingt auf seinem frisch gegründetem Label veröffentlichen wollte.“ Lorenz Lepus war zwar anfangs noch etwas unsicher, ob er denn schon bereit dazu wäre: „Doch durch das ständige Lob von ihm und seinem Partner bei Schakal, AntiAlias, entschied ich mir dafür.“ Abgerundet wird die Kollektion von zwei Remixen, die von Floyd Lavine und VII Circle kreiert wurden.

Tracklist:

01. Lorenz Lepus – Feral Child
02. Lorenz Lepus – Lost
03. Lorenz Lepus – Feral Child (Floyd Lavine Dubman Remix)
04. Lorenz Lepus – Feral Child (VII Circle Remix)