Sound der Woche: „Moonlight“ von Fejká

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Mal eine rhetorische Frage: Kann es etwas Besseres geben, als sein erstes Release auf dem Imprint von Christian Löffler, Ki Records, auszubringen? Dieser Traum wurde für den Wahlstuttgarter Fejká Anfang des Monats Realität. Am 2. Dezember 2016 erschien seine Nummer „Moonlight“ bei ebendiesem Label. Als die Inspiration zu diesem Stück kam, war der Musikproduzent 17 Jahre alt und lief nachts alleine von einer Party heim: „Es war gerade die Zeit, in der ich angefangen habe, Musik zu machen. Kurz bevor ich meine Haustür betrat, schaute ich noch spontan in den Himmel und sah den Vollmond, wie er mysteriös über den Baumwipfeln über die Nacht herrschte, und war so gefesselt, sodass ich ein paar Minuten stehen blieb.“ Der junge Musiker war zu diesem Zeitpunkt komplett nüchtern, aber „irgendwas hat mich an diesem Anblick so sehr fasziniert, dass ich einfach nicht schlafen gehen konnte und wie verzaubert im Bett lag.“ Daraufhin setzte er sich an seinen Laptop und versuchte, dieses Gefühl musikalisch zu beschreiben. Es war die Nacht, in den „Moonlight“ entstehen sollte.

Und dann antwortet auf einmal Herr Löffler

Produziert wurde das Werk in seiner Heimatstadt Schopfheim, bevor er zum Studieren nach Stuttgart zog: „Ich habe nur ein kleines MIDI-Keyboard zum Einspielen in Ableton benutzt, mehr nicht.“ Als er anfing, sich tiefgründiger mit Musik zu beschäftigen, kontakierte er einige Künstler, ob sie nicht Lust hätten, eine Kollaboration zu starten. „Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich nur „Moonlight“ fertig produziert, deshalb war es schon ein bisschen naiv, zu erwarten, dass jemand ernsthaft antwortet. Ein paar Monate später jedenfalls bekam ich von Christian Löffler eine Antwort, ob ich nicht vielleicht eine Demo für sein Label Ki Records hätte. Ich hatte sofort Lust, nur leider noch nicht genug Songs für eine EP, zudem musste ich für mein Abitur lernen und wollte danach ein halbes Jahr reisen, deshalb hat sich das noch zwei Jahre hingezogen.“ Aber nun ist Fejká sehr glücklich darüber, dass es klappte: „Ich hätte mir vor zwei Jahren niemals erträumt, es überhaupt auf ein Label zu schaffen.

Neue Wege, um neue Dinge auszuprobieren

Über die Zeit nach der Veröffentlichung hat sich der Student bereits Gedanken gemacht: „Ich werde wahrscheinlich viele neue Wege ausprobieren. Zum Beispiel arbeite ich gerade daran, meine Filmkenntnisse zu verbessern. Vielleicht werde ich ein eigenes Musikvideo zu einem Song drehen, oder einen Kurzfilm mit eigener Musik, das steht noch alles offen. Mir macht es Spaß, so viel wie möglich selbst zu machen, deswegen fotografiere ich auch gerne und habe das Coverfoto für „Moonlight“ selbst gemacht.“ Der tiefe Drang, sich gestalterisch mit Hilfe von audiovisuellen Medien auszudrücken, sei eben seine Essenz für das Produzieren.

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