Ein musikalisches Tribut an das Matterhorn – die neue EP von Matzingha

matterhorn

Die neueste EP von Matzingha steht in den Startlöchern. Am 31. März 2017 veröffentlicht der gebürtige Berliner seine Kollektion „Matterhorn“ über Springstoff. „Ich habe mich relativ spät dazu entschieden, eine EP für die kalte Jahreszeit zu kreieren“, verrät der Musikproduzent. „Dazu kommt natürlich meine Affinität zu den Bergen und Gebirgen dieser Welt. Was passt also besser, als das eine mit dem anderen zu kombinieren.“ Herausgekommen sind die Stücke „Whymper“, „Tyndall“ und „Lochmatter“, die bereits vorbestellt werden können.

Kälte und Unberechenbarkeit des Berges musikalisch einfangen

„Seit Jahren verschlinge ich Literatur rund um die Gipfel dieser Welt“, erläutert der Berliner, wo er die Inspiration für seine drei Werke schöpfte. Es gehe eine einzigartige und teilweise unheimliche Faszination von Ihnen aus. Die ersten Besteigungen des Matterhorns endeten meist in einem Disaster. Edward Whymper bestieg als erster den Gipfel, stürzte aber über 60 Meter in die Tiefe. John Tyndall bestieg den Berg erstmalig über die Südwestschulter. Josef Marie Lochmatter war Anführer der Rettungskräfte am Berg. „Erstbesteigung des Matterhorns, eine atemberaubende Geschichte, die sich über Jahre zog“, so der Musiker. Die Kälte und Unberechenbarkeit des Berges und dieser Ereignisse versuchte er, musikalisch einzufangen. (Empfehlung der Redaktion: das Storytelling „Jagd aufs Matterhorn – die Erstbesteigung in 3-D“ der Neuen Zürcher Zeitung)

Eis, Schnee, gefrorene Hölzer und kalter Stein

Entstanden ist die EP in Berlin: „In meinem eigenen Studio sowie auch außerhalb.“ Einige Sounds fing er in der Natur ein. „Ich habe dazu die kalten und verschneiten Tage des Winters genutzt. Eis, Schnee, gefrorene Hölzer und kalter Stein wurden von mir in verschiedener Art und Weise „behandelt“, um Töne zu recorden. Dazu kamen ein paar warme Synthie-Klänge, die die Melodien aus meinem Kopf hörbar machen.“ Der erste Track der EP, „Whymper“, umarmt, umschließt und vereinnahmt und lässt einen schweben. „Tyndall“ hingegen erhöht die Geschwindigkeit. „Deine schwebende Hülle dreht sich immer schneller, wirbelt deine Seele mit fordernderen Tönen tief in dein Unterbewusstsein“, wie das Label die Nummer treffend beschreibt. Abgeschlossen wird die Zusammenstellung mit „Lochmatter“, das bei seinem getriebenen Sound von einem Krachen, Wispern und Ticken begleitet wird.

matzingha

Remixe können noch entstehen

„Vorerst habe ich das tatsächlich gemacht“, antwortet Matzingha auf die Frage, ob er bewusst auf Remixe verzichtet hat, „aber eventuell kommt da nochmal etwas Remixartiges hinterher.“ Dass er unbedingt auf einem Berliner Label releasen wollte, stand für ihn im vornherein fest. „Da ich bei Springstoff auch als DJ „unter Vertrag“ bin, lag es natürlich nahe, das ich meine EP in die Hände von Springstoff lege. Sonst will er in nächster Zeit Inspirationen und Sounds sammeln. „Es stehen auf jeden Fall weitere Projekte an. Ideen habe ich mehr als Zeit zur Verfügung. Langfristig plane ich endlich ein Album fertigzustellen – aber Qualität braucht seine Zeit.“

Passend zur Veröffentlichung findet am 30. März 2017 im Crack Bellmer eine Releaseparty statt. Die „Therapiestunde“ wird live über Facebook und im Radio gestreamt.

Tracklist:

01. Matzingha – Whymper
02. Matzingha – Tyndall
03. Matzingha – Lochmatter