Im richtigen Zeitpunkt ineinandergreifen – der Live-Mitschnitt von Iorie aus dem Acid Bogen des Kater Blau

iorie

„Den Gig hat meine liebe Bookingassistenz für Deutschland, Clarissa von Circle and Stones, organisiert“, erzählt Iorie, der in diesem Monat im Kater Blau spielte. „Wir wollten einfach einen passend Ort haben, an dem man sich frei ausprobieren kann, der offen und schön ist und einen guten Sound hat, und da kam eigentlich nur der AcidBogen im Kater zur Auswahl.“ Dem jungen Musiker ist bei seinem Liveset besonders wichtig, dass es tatsächlich live ist: „Es ist so aufgebaut, dass jeder Track in seiner ganzen Fülle in Einzelteile – zerlegt im Loop – läuft und ich ihn über meine Controller live neu zusammenbauen kann.“ Somit könne er die Musik so im Moment ausdrücken, wie „ich sie gerade in Verbindung mit dem Publikum spüre und bin nicht an vorarrangierte Abläufe gebunden.“ Aus diesem Grund spielt er auch viele Live-Skizzen, die noch gar nicht als ganzer Track existieren und erst live eine Form finden. „Außerdem spiele ich noch einige Synth live und singe live, auch wenn ich die Vocals von bestehenden Track auch noch manchmal etwas abändere, weil ich live nicht die selben Effekte zur Verfügung habe wie im Studio und deswegen anders Energie erzeugen“, so Iorie erklärend. „Abschließend ist zu sagen, dass jede Bewegung, die im Liveset zu hören ist, nicht vorgeschrieben, sondern in den Moment gespielt ist.“

Völlig verträumt davonfliegen

Schwer fällt es ihm, einen Track zu benennen, der für ihn raussticht: „Das ist natürlich sehr schwer zu sagen, die letzten beiden Track mag ich sehr, aber mein Lieblingstrack in diesem Set ist wahrscheinlich der Liveremix von Alban Endlos‘ Track „Goldene Welt“, weil er gleichzeitig tanzbar ist und völlig verträumt davonfliegt.“ Die Stimmung im Club sei großartig gewesen. Das Licht und die Musik seien ineinander geflossen, die Menschen hätten völlig frei getanzt und es habe einen absoluten Feedbackloop an Freude zwischen ihm und dem Publikum gegeben. „So intensiv, wie es bei DJ-Set nur selten ist“, meint Iorie. „Einer der krassesten Moment war unter anderem der zweite Break im „Rose Mallow“, der im Recording relativ unspektakulär klingt, bei dem zu dem Moment gefühlt ein „Wuuusschh“ durch den Raum gegangen ist, weil einfach alles genau zum richtigen Zeitpunkt ineinandergegriffen hat.“ Vor Kurzem zog der Musiker nach Berlin: „Deswegen bin ich hier viel am machen und tun, unter anderem für das Label Serafin Audio Imprint, das ich betreue.“ Auf dem Label kommt dieses Jahr auch noch eine EP von ihm raus mit Remixen von Ninze und Jacob Groening. „Außerdem kommt noch eine mir persönlich sehr wichtige, weil sehr emotionale EP auf dem von Wide Awake organisierten Label The Circl“und ein paar Remixe für unter anderem Dandara & Arutani und Steffen Kirchhoff raus.“

Tracklist:

01. Dawn (Live Version)
02. Untiteld
03. You Don’t Know (Live Version)
04. Creep (Live Version)
05. Alban Endlos – Goldene Welt (Iorie Live Remix)
06. Untiteld
07. Bulanik Ask (Live Version) (soon on Serafin)
08. Untiteld
09. Eshfel Wul Asham (Live Version) (soon on Serafin)
10. Untiteld
11. Coss & Iorie – Rose Mallow (Live Version)
12. Fool (Live Version)