Uhrzeit und Geschmack – der Sisyphos-Mitschnitt von Radiothérapie

radiotherapie

Im vergangenen Monat war Radiothérapie zu Gast im Sisyphos in Berlin: „Ich habe Ende 2015 Booker Tobi während eines Gigs von ihm kennengelernt, und es folgte dann 2016 mein erstes Mal im Sisyphos. Ein Jahr später wollten wir es dann einfach wiederholen.“ Für die Trackauswahl spielen nur zwei Dinge eine wichtige Rolle für ihn: Uhrzeit und Geschmack. „Ich bereite immer etwas vor, behalte mir aber logischerweise auch vor, Dinge zu verändern. Ich habe irgendwann gemerkt, dass einige Tracks, die ich spielten wollte, einfach nicht wirklich vom Härtegrad gepasst haben. Da habe ich dann doch ein wenig geskipped und verändert.“

„Es gibt keine komische Stimmung im Sisyphos“

Er habe in einer „bumsvollen Scheune um 7:00 Uhr morgens gestartet – und das mit dann doch anderem Sound als der DJ zuvor.“ Der Cut habe den Leuten gut getan und gerade die ersten beiden Stunden seien fantastisch geworden: „Ich glaube, es gibt keine komische Stimmung im Sisyphos.“ Jeder dieser Tracks im Set ist ein aktueller Lieblingstrack von ihm: „Sonst würde ich ihn nicht spielen. Wenn man mich aber zwingen würde, einen Lieblingstack zu wählen, wäre es am heutigen Tag: „Dum Dum“ von Patrice Bäumel.“ Aber auch „Love Sweet Sound“ von Groove Armada im Kölsch-Remix spiele er aktuell gerne und oft: „Weil er einfach ein Eisbrecher ist. Sonst spiele ich gerade regelmäßig einen neuen unveröffentlichten eigenen Track namens „Immanuel“ und meistens ist dann auch noch was eher schnulzig-poppiges von George Fitzgerald dabei. Alles immer ummantelt von melodiösem Techno.“

Beim Oewerall Festival dabei

Am 30. Juli 2017 kommt sein erster Track auf Viny raus: „“The Collector“ heißt er und erscheint auf dem Tag Am Meer-nahen Label Blackfox Music auf einer Compilation mit Douglas Greed, Wareika, Tagträumer² und vielen mehr. Dann habe ich ein, zwei Tracks gemacht, an die ich wirklich glaube und ja, neben monatlich rund zwei Gigs, unter anderem in meinem heißgeliebten Heimathafen MS Zufriedenheit in Würzburg, steht im August das Oewerall Festival an – dringende Empfehlung an dieser Stelle, da das komplette Konzept unglaublich Zucker ist!“