Voll in ihrem Element – der Mitschnitt von Kahl & Kæmena vom Sommerfest Zu einer Zeit … in Gardelegen

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„Unser Kollektiv fernab ist Teil des Sommerfestes Zu einer Zeit … in Gardelegen gewesen“, berichten Kahl & Kæmena. Also haben sie schnell Kontakt mit den Veranstaltern Plattenfreunden Neukölln aufgenommen, die gleichzeitig auch sehr gute Bekannte von ihnen sind: „Dann kam schnell eins zum anderen. Wir waren sehr froh, einen Slot neben den vielen tollen Musikern zu bekommen. Für die passenden Track verkriecht sich Christian (Dj) meistens ein paar Nächte vorher zu Hause, um Songs zu suchen und auszuwählen, die sich für Tronje und sein Stage-Piano (Klavierspieler) eignen könnten. „Unsere Songs müssen dabei immer genug Platz bieten, damit Tronje auch improvisieren kann. Wir wollen die Songs auch nicht einfach nur mit einem zusätzlichen Instrument ergänzen, sondern die Klaviereinlagen sollen immer bereichernd klingen“, erklärt Christian. Das klappe nicht bei jedem Track, den sie vorher antesten. „Daher ergibt sich bei der Probe meistens schon immer eine grobe Songauswahl.“

Die ersten Drops im Set

Durch die ständige Improvisation von Tronje klinge ein Song, den sie schon mal zuvor gespielt hatten, beim nächsten Durchlauf wieder ganz anders: „Das macht die ganze Sache sehr spannend für uns.“ Vor Ort hatten sie also schon eine grobe Set-Abfolge: „Christian bleibt aber immer flexibel und entscheidet dann spontan, je nach dem wie das Publikum reagiert: Ob wir das Tempo anziehen, ob wir in der gleichen Tonart bleiben, die Tonart wechseln oder auch mal einen Song ohne Klaviereinlage spielen wollen.“ Ihr Auftritt fand am Samstagabend statt. „Wir hatten bis dahin schon viele tolle Sets von anderen DJs gehört und durften nach einem wundervollen Set von Milad Müller endlich spielen. Daher waren wir schon etwas aufgeregt – zu mindestens Christian. Tronje ist da auf jeden Fall der entspanntere Part von uns beiden“, so das Duo. Als sie anfingen, löste sich das Gefühl aber schnell auf: „Die vielen tanzenden Menschen zu sehen, war für uns förmlich ansteckend. Tronjes Improvisation am Stage-Piano lebt nämlich von der Resonanz des Publikums. Die ausgelassene Stimmung, der wundervoll gestaltete Floor und die ersten Drops im Set machten es für uns zu einer einzigen Freude.“

Treibenden Drums und Tronjes Klaviereinlage

Als sie noch einige DJ-Kollegen wie Elias Doré, Rafaele Castiglione oder Daensen auf der Tanzfläche lächelnd erblickten, waren sie natürlich überglücklich und voll in ihrem Element: „Einfach wundervoll!“ Ihr Lieblingstrack im Set ist schnell ausgemacht: „Slow (Real Slow VIP)“ von Victor Norman. „Die treibenden Drums und Tronjes Klaviereinlage sorgten auf der Tanzfläche für viele strahlende Gesichter. Das war ein wirklich unheimlich schöner Moment für uns. Christian wird dann immer wieder zum stillen Beobachter, wenn Tronje sich mit voller Leidenschaft in den Klaviertasten verliert“, erzählt das Gespann. Auch „Babalaô“ von Lukas Endhardt ist eine Nummer, die sie zurzeit gerne spielen: „Für Christian ist Lukas Endhardt ein ganz besonderer Produzent. Sein treibender Sound haut ihn immer wieder aufs Neue um und lässt einen förmlich dahin fliegen.“ Ebenso angetan sind sie von Huminals „We Dwell in the Past“ im Remix von Rodrigo Gallardo und „Mastodon“ von GYRL: „Rodrigo Gallardos Tracks begeistern uns immer wieder. Vor allem der erste Break bis zum Drop hat uns so angetan. Eine perfekte Grundlage für Tronjes Piano.“ Bei GYRLs Nummer fasziniere sie die Mischung aus drückendem, treibenden Downtempo gepaart mit Tronjes einfühlsamen Klaviereinlagen. Im August spielen sie mit ihrem Kollektiv fernab auf dem Château Perché Festival in Frankreich: „Dort bauen wir einen kompletten Floor und haben für unser Line Up richtig tolle Musiker wie M.Rux, Bernstein, Gottlieb Scheppert und Dolph ins Boot geholt.