„Wow, einmal hier auflegen!“ – Caleesi und ihr Mitschnitt von der Nation of Gondwana

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Man müsse vorsichtig sein, das Wort besonders nicht für jeden Auftritt zu benutzen, sagt Caleesi. „Aber dieser Gig war tatsächlich sehr besonders für mich – er hat nämlich eine Vorgeschichte“, erzählt die junge Künstlerin über ihren Gig bei der Nation of Gondwana. „Die Nation war mein erstes Festival und der Ort, an dem ich elektronische Musik entdeckt habe. Damals hatte ich noch keine Ahnung vom Auflegen, ich stand am Wasser und plötzlich war dieser Gedanke in meinem Kopf: „Wow, einmal hier auflegen!““ Sechs Jahre später schreibt sie der Gründer der Nation, Andre, an und bucht sie. „Ohne Worte“, gesteht Caleesi. „Ich habe einige Tracks quasi zuhause gehütet – und auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, um sie auszupacken.“ Bei den ersten drei Tracks im Intro war das der Fall. Die anderen Tracks sind eine Mischung aus alten All-time Favourites wie der Remix von Shlohmo und neuen Lieblingen wie „The Edge of Galaxy“ von Hocaido. „Mein Ziel ist es immer, mit meinen momentanen Herzenstracks eine facettenreiche Geschichte zu erzählen – mit einem Spannungsbogen, der die Leute reinzieht bis zum Schluss“, so die Musikerin.

Noch ausgelassener

Die Stimmung auf dem Festival sei außergewöhnlich und dramatisch gewesen: „Das trifft es wohl am besten, oder wie würde man es nennen, wenn eine der Organisatorinnen völlig unvermittelt das Set unterbricht und ruft: “Wenn ihr jetzt nicht den Platz verlasst, seid ihr alle tot.” Wegen eines Unwetters musste mein Set unterbrochen werden, als ich mich gerade warm gespielt hatte.“ Der Dancefloor wurde daraufhin komplett geräumt, alle mussten durch den strömenden Regen in ihre Zelte oder Autos flüchten. „Nachdem das Unwetter dann vorbei war, habe ich nicht mehr damit gerechnet, die total durchnässten Leute wieder aus ihren Zelten auf die Wiese locken zu können. Little did I know. Die Stimmung war danach noch ausgelassener, einfach wunderbar.“ Ihr absoluter Lieblingstrack im Set ist der Edit von Nicolas Jaar zu „Work It“ von Missy Elliot. „Außerdem spiele ich zurzeit immer wieder „Buteo Buteo“ von Lukas Endhardt im Remix von Iorie, „Roots of Wisdom“ von Yor Kultura und ein neuer Track von mir und Arutani, der noch nicht veröffentlicht wurde.“ Ansonsten geht es mit ihrem Festival-Marathon weiter: „Jetzt kommt noch das 3000 Grad, Plötzlich am Meer und Bucht der Träumer, bevor es im September zu unseren Freunden vom Heimlich Kollektiv nach Wien geht.“

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Tracklist:

01. Stavroz – Talabout
02. Feathered Sun – Miraflores
03. Missy Elliot – Work It (Nicolas Jaar Bluewave Edit)
04. Hocaido – The Edge of Galaxy
05. Casimir – Enanab
06. Shlohmo – Rained the Whole Time (Nicolas Jaar Remix)
07. El Buho – La Cumbia de las Cosas Extrañas
08. Skerrabra – Draumstafir (GATS Remix)
09. Dandara & Arutani – Too Close (Iorie’s Pink Glasses Remix)
10. coss – Forbidden Orchard (Arutani Remix)
11. Lukas Endhardt – Buteo Buteo (Iorie Remix)
12. Dave Echo – Particle Decelerator
13. Stavroz – All Day I Zama
14. Arutani & Caleesi – El Manana
15. Arutani – Orion Belt
16. Yor Kultura – Roots of Wisdom
17. Vruno – Atman
18. Spaniol – Confissão
19. Ninze & Okaxy – White Pill
20. Arutani – Maryaly
21. Soukie & Windisch – St. Tropitz
22. Himbrecht – Down There
23. Slow Hearts – Life
24. Billy Caso – Peached Away
25. Breky – Ozi de Mai
26. Dominik Eulberg – Der Tanz der Glühwürmchen