Vinyl – etwas für Augen und Ohren – das Mixtape „Lights At Night“ von Nightblue

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Seit 2010 veröffentlicht Marco aka Nightblue monatlich Sets, die nur mit Vinyl gemixt sind. „Warum nur Vinyl? Ich schätze sehr die Liebe zu diesem Handwerk als auch die Art, wie Vinyls gemacht sind“, erklärt der belgische DJ. Vinyls seien etwas für Augen und Ohren. „Wahre Kunstwerke“, schwärmt der Musiker, „dies ist es, was mich jedes Mal aufs neue dazu bewegt, meine Sets aufzunehmen.“ In seinem Mix „Lights At Night“ spielt sich alles um den Flow ab: „Es ist ein Set für den Sommer, am besten für einen tollen Nachmittag am Pool nach einer belebten Nacht unterwegs. Manchmal frage ich mich, ob jemand das Set schon mal in dieser Situation gehört hat.“

„Wenn alles um mich herum ganz ruhig ist“

Gemixt werden die Sets zu Hause in seinem Wohnzimmer: „Am liebsten nachts mit Kopfhörern, wenn alles um mich herum ganz ruhig ist. Für einen zweistündigen Mix benötigt man die besten Konditionen um sich herum.“ Ein Fehler und man könne direkt wieder von vorne starten und der Mix werde nicht wieder wie der vorherige. „Dieses Set habe ich am 17. April aufgenommen, um genau zu sein. An diesem Tag hatte ich das Gefühl, es ist genau der richtige Zeitpunkt. Frag mich nicht, warum“, sagt ein lachender Nightblue. „Ich habe es einfach gefühlt und begonnen, die Fader auf und ab zu bewegen.“

In der Mitte beginnt das Feuerwerk

Wie bei allem im Leben ist eine gute Vorbereitung das A und O – so auch für Nightblues Mixtapes. „Zunächst definiere ich eine solide Grundlage durch eine gewisse Anzahl von Platten, neben diesen gibt es weitere, mit denen ich improvisieren kann.“ Das sind an die 30 Platten, mit denen der Belgier seine Geschichte aufbaut. „Im Verlauf des Sets kann ich somit verschiedene Wege gehen, um zum Ende zu gelangen. Der letzte Track ist genauso wichtig wie der erste, sie setzen den Anfang und das Ende.“ In der Mitte gäbe es dann das Feuerwerk: „Mir geht es darum, die Gefühle des Hörers zu erreichen und ihn mit auf meine Reise zu nehmen.“ Die Nummer „Amenajari“ von Little Hado hat es ihm dabei besonders angetan. „Es ist der zweite Track des Sets und ist einfach perfekt! Wenn ich einen zweiten nennen darf dann „The Touch“ von Rampa auf Keinemusik.“ Er habe all deren Vinyls und ist für ihn seit 2009 eines der besten Labels: „Sowohl vom Sound als auch vom Artwork her, neben Labels wie URSL, Trip, Ellum, Life and Death und All Day I Dream. Ach, es gibt so viele und jedes meiner Sets hat neue Tracks, wie frisch gepresster Orangensaft.“

Tracklist:

01. Ziwi – Float
02. Little Hado – Amenajari
03. Guy Gerber – Secret Encounters
04. Funk E, Mariano Mateljan & Andrea Ferlin – Quadrilogy Part I
05. Phil Weeks feat. Lady Bird – She can’t love you
06. Adam Port & Stereo MCS – Changes
07. Architectural – Heaven can’t wait
08. Roustam – The Shape of Deep to come
09. SHDW & Obscure Shape – Version 004.2
10. Demian – Milestars
11. Computer Malfunction & DJ Boring – Winona
12. Paolo Rocco – Judgement
13. Reinhard Voigt & Terranova – Speicher 94
14. Rampa – The Touch
15. Leo Grunbaum – Amarone
16. Francesco Tristano & Surface Tension – Sakamito
17. Rone – Bye, bye Macadam
18. The Orb – Alpine