„Ich mache Musik mehr für Hörer als für DJs“ – Oliver Schories veröffentlicht seinen Longplayer „Blitzbahn“ | trndmusik

„Ich mache Musik mehr für Hörer als für DJs“ – Oliver Schories veröffentlicht seinen Longplayer „Blitzbahn“

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Im kommenden Monat veröffentlicht Oliver Schories auf seinem eigenen Label sein mittlerweile fünftes Künstleralbum. „Blitzbahn“ ist der Titel der 13-Track-starken Kollektion. Auf der Zusammmenstellung erkundet der Hamburger Musiker vor allem Deep- und Tech-House. Während seine letztes Album „Relativ Definitely“ insgesamt winzig und leicht war, hat „Blitzbahn“ einen schwereren, dunkleren Sound und mehr auralen Hintergrund: Deepe und grollende Basslines treffen auf kraftvollen Techno. Insgesamt setzt das Album auf fokussierte und leidenschaftliche Tanzmusik für das 21. Jahrhundert. Die Kollektion kommt in den Formaten CD, Vinyl und digital raus.

trndmsk: Wie lange hast Du an dem Album gesessen?

Oliver Schories: Insgesamt von März bis November 2017. Es waren dann am Ende 16 Tracks, von denen es 13 auf’s Album geschafft haben.

Wie bist Du auf den Titel des Longplayers, „Blitzbahn“, gekommen? Hat er eine tiefere Bedeutung?

Nee, hat er nicht. Ich bekomme die Geschichte gar nicht mehr so 100-%-ig zusammen, jedenfalls hat ANOUKA mal gesagt: „Dann nenn’ es doch Blitzbahn!“ Ich war da gerade auf Titelsuche und wir haben Pressefotos auf dem Hamburger Dom zwischen Kettenkarussell und Autoscooter für die Global Underground nubreed Compilation gemacht und da kam das irgendwie so zustande. 

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Woher kam die Idee zum Longplayer? Wo hast Du Dir die Inspiration für die Stücke geholt?

Grundsätzlich habe ich mich schon seit mehreren Jahren auf die Albumproduktion fokussiert. Ich mache verhältnismäßig wenig EPs und Remixe und bin im Regelfall auch nicht in den oberen Charträngen bei Beatport vertreten. Ich mache Musik mehr für Hörer als für DJs und da finde ich, dass das Album-Format einfach viel schöner als viele einzelne Titel, die man sich dann zusammensammeln muss, ist. Von daher gab es also keine wirkliche spezielle Idee zu dem Album oder einen besonderen Anlass, sondern ich habe einfach Musik gemacht und nach einem halben Jahr mal geschaut, ob das zusammengefasst irgendwie musikalisch Sinn für einen Longplayer ergeben würde.

Wie und wo sind die Tracks entstanden?

Die Titel sind alle bei uns im Studio mit meinem langjährigen Freund und Produktionspartner Manuel entstanden, mit dem ich auch die ersten vier Alben zusammen aufgenommen habe.

Wie war das bisherige Feedback zum Longplayer?

Bisher hat es ja nur die Fachpresse bekommen und die halten sich eigentlich ja auch bis zur Veröffentlichung ihrer Artikel immer recht bedeckt. Von daher gibt es bisher außer aus dem engeren Freundes- und Bekanntenkreis noch nicht so viel Rückmeldung. Die erste Single, „Fakir“, die November letzten Jahres erschien, war aber tatsächlich ein kleiner „Hit“ auf Spotify und hat innerhalb weniger Wochen mehrere 10.000 Klicks gehabt.

Stand früh fest, dass das Album auf deinem eigenen Label erscheint? Was war entscheidend?

Das stand eigentlich nie zur Diskussion. Ich habe bisher alle meine Alben selbst veröffentlicht und werde das auch dieses Mal wieder so machen. Für mich überwiegen dabei einfach die Vorteile. Ich kann sowohl musikalisch als auch organisatorisch alles genauso machen, wie ich möchte und bin am Ende auch selbst für Erfolg oder Misserfolg auf allen Ebenen verantwortlich.

Wie geht es nach der Veröffentlichung weiter? Was sind Deine nächsten Pläne?

Ich bin gerade dabei, ein paar Remixe von den Albumtiteln an fertigen zu lassen. Es wird also Richtung Sommer wohl noch ein Remix-Album geben, wenn alles klappt.

Erhältlich ist der Longplayer ab dem 2. März 2018 via Beatport.

Tracklist:

01. Fakir
02. Cobra
03. Relief
04. Serum
05. Nimbus
06. Ivre
07. Tagada
08. Kondor
09. Ohm
10. Magnolia
11. Rummel
12. Primer
13. Yougan