Die DJ-Legende Steve Aoki im Portrait

Anfang des Monats brachte Steve Aoki einen weiteren Hit der Electro-House-Szene heraus, der seinen Fans noch lange in den Ohren klingen wird: In „Azukita“ verschmilzt der Musikstil des US-amerikanischen Star-DJs mit Daddy Yankees Latino-Klängen. Das Stück bringt mal wieder jede Menge Energie ins Spiel, und das passt hervorragend zu Aokis Lebensstil.

steveaoki
 
Humorvolle Überraschungen gehören zu seinen weltbekannten Live-Shows fest dazu, ebenso wie die mitreißenden Sounds. Die Musiklegende aus Miami kann es nicht lassen, seine Zuschauer mit Champagner zu duschen oder mit Torten zu bewerfen, bierernst ist einfach nicht sein Ding. Auch auf YouTube ist der Mann mit dem markanten pechschwarzen Haar aktiv, er liebt die Kommunikation mit seinen Fans, egal, ob auf digitalem oder analogem Weg. Seine größten Erfolge erzielte das Ausnahmetalent, das Ende dieses Jahres bereits den 41. Geburtstag ins Auge fasst, mit der Single „Boneless«“und seinem markanten Remix des Elektro-Hits »Pursuit of Happiness«. Diese beiden Songs avancierten in den einschlägigen Clubs zu echten Knüllern, und werden auch heuten noch auf Elektro-Festivals hoch- und runtergespielt. Aokis Songs „Just Hold On“ und „Light that Never Comes“ gingen unzählige Male über den Ladentisch und beglücken nun treue EDM-Freunde in aller Welt jeden Tag aufs Neue.
 
Schon in frühen Jahren betätigte sich Steve Aoki als Musiker, im Studentenwohnheim gab er Underground-Konzerte und produzierte seine eigenen Platten. Er zeigte sich stets als Antiimperialist, gründete sogar eine entsprechende Studentenbewegung. 1996 prägte er sein persönliches Plattenlabel Dim Mak, ein Begriff aus der chinesischen Kampfkunst. Bruce Lee war zu jener Zeit sein persönlicher Held, dessen Kraft und Dynamik er wahrscheinlich auch in sich selbst erkannte. Zehn Jahre später nahm er als erfolgreicher Produzent, der beispielsweise die House-Musiker „The Bloody Beetroots“ promotete, seinen Platz im Vorstand einer Organisation ein, die Musikunterricht fördert. Danach feierte er die Geburt seines eigenen Modelabels: Die Dim Mak Collection«offeriert auch heute noch coole Streetwear für Unangepasste.
 
Steve Aoki war immer jemand, der anpackte, nie ein reiner Konsument. Seine Leidenschaft für das Pokerspiel mündete darin, dass er eigene Turniere ausrichtete, und zwar ausgerechnet während eines Kreuzfahrt-Festivals zwischen Port Canaveral und den Bahamas. Selbst nennt er sich sogar einen Pokerfanatiker, am liebsten beweist er sein Talent im Duell mit echten Profis. Auf dem Kartenspielparkett entstand seine Freundschaft mit Phil Ivey, einem der erfolgreichsten und berühmtesten Stars dieser Szene. Die beiden Charaktere passen auf dem ersten Blick hervorragend zueinander, denn schließlich handelt es sich bei diesen Promis um echte Siegertypen, die das Talent besitzen, was immer sie anfassen, in Gold zu verwandeln.
 
Das renommierte Paper Magazine krönte die DJ-Legende im Jahr 2007 zum Best DJ of the Year; im selben Jahr erhielt Aoki auch den begehrten Ibiza Award, eine Auszeichnung für Elektromusiker, die weltweiten Einfluss erreicht haben. Das BPM Magazine konnte sich nicht erwehren, ihn als »Best Party Rocker DJ« zu küren, schließlich gelten seine Auftritte noch immer als wahre Stimmungsgaranten. Gleich mit seinem Debütalbum „Pillowface and His Airplane Chronicles“ räumte er 2008 den Titel „Best Mix Album of the Year“ ab und erreichte immerhin den achten Platz der US-Dance-Charts. Wie wir alle wissen, sollten dies nur ein paar der unzähligen musikalischen Meilensteine sein, die der umschwärmte DJ seiner geliebten EDM-Szene bescherte.
 
Die Forbes-Liste bestätigte im Jahr 2013, was eigentlich alle bereits ahnten: Steve Aoki war zu den reichsten DJs dieser Welt aufgestiegen! Ganz viel Talent und eine gewisse Umtriebigkeit hatten ihn bis hierher gebracht – und seine Fans dürfen auch in Zukunft sicher damit rechnen, dass er weiterhin fest am Ball bleibt.