trndmsk Podcast #51 – Matthias Meyer

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trndmsk: Matthias, was erwartet uns in den nächsten Minuten? 

Matthias Meyer: Ich bin generell nicht so der Fan davon, wenn man das ganze Set nur einen bestimmten Sound spielt. Mir wird dann immer sehr schnell langweilig (lacht). Ich bin auch heute noch überzeugt davon, dass eine Story sehr wichtig ist. Wenn ich versuche, von der ersten Minute an loszubrettern, geht es meist nach ein bis zwei Stunden bergab, deshalb fange ich generell immer etwas ruhiger an und steigere mich dann. Es kommt natürlich auf die Länge vom Set an. Hier spiele ich einen Mix aus Deep House, House, Tech, Africa und ein wenig Techno. Die Kunst ist es, obwohl so viele Stile vertreten sind, dass es sich trotzdem nach mir anhört. Das ist mein Ziel.

Wie hast Du die Stücke für den Mix ausgesucht? 

Da es ein Livemitschnitt von einem Set ist, habe ich hier eher weniger ausgesucht. Generell bereite ich eigentlich weniger meine Sets vor, ich entscheide das meist spontan. Jedes Mal, wenn ich ein Set vorbereite, schmeiße ich alles nach spät 30 Minuten über den Haufen (lacht). Es ist hier ein Mix aus neuen, alten und meinen Lieblingsplatten.

Wie und wo wurde das Set aufgenommen? 

Beim Love Saves The Day Festival in Bristol. Hot Since 82 bzw. Knee Deep In Sound hat einige eigene Stage gehabt und mich eingeladen. Patrick Topping, Heidi, Butch und Hot Since 82 himself haben außerdem noch gespielt. Die Stage war massiv und das Festival an sich sehr gut und lustig.

Gibt es einen absoluten Lieblingstrack im Set von Dir? Und welche drei Songs sind derzeit in jedem Deiner DJ-Sets zu finden?

Ich war früher ein großer Fan von Blazes „It’s a lovelee Day“. Ich bin sehr froh über diesen neuen pushigen Bicep-Remix. Ich spiele teilweise immer noch „Hope“, der einzige Track, den ich von mir selber rauf und runter spiele. Ich habe grade einen neuen Track mit Ryan Davis gemacht: „Love Letters From Sicily“. Der kommt nach dem Sommer und den spiele ich auch oft. „Othervisions“ von meinem Watergate-Homie Jimi Jules ist auch super, aber der größte Hit für mich zurzeit ist „Jahar“ von BOg geremixt von Mathias Schober.

Was möchtest Du in Deinem DJ- und Produzenten-Dasein noch erreichen? Oder setzt Du Dir gar keine Ziele und nimmst einfach alles so, wie es kommt? 

Da ich schon immer eine große Schwäche für Strings hatte, würde ich irgendwann mal gerne was mit einem Orchester machen. Filmmusik würde mich auch sehr interessieren. Noch hab ich Zeit!

Was steht in naher Zukunft bei Dir noch an? 

Leider muss ich bald aus meinem Studio beim Watergate raus, dh es steht ein großer Umzug bevor. Aber ich freue mich drauf, weil man dann alles neu aufbauen kann und dann frisch und motiviert endlich neue Sachen machen kann. Dann haben wir vor einige Woche eine Doku mit Deep House Amsterdam gedreht. Da geht es um meinen Werdegang von Anfang an bis heute. Wir fahren Inline Skaten, bei Mami zuhause und haben Freunde in Lüneburg und Hamburg getroffen. Da bin ich schon sehr gespannt drauf.

PS: Meyers neuer Track „Love Letters from Sicily“ erschien im September.

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(MP3, 320 kBit/s, 1:28:18 Min., 202,1 MB)