Ein angenehmer Stilbruch – das fantastische Set „Quaihole Vacations“ von Isses Ilse

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Foto: Isses Ilse

Isses Ilse hat ein neues Set veröffentlicht: „Quaihole Vacations“. „Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, einen Mix aufzunehmen, der angenehm unterhalb des 110 BMP-Radar schwebt und sich gewissermassen dazu abgrenzt, was ich sonst die letzten Jahre im Club-Kontext gespielt habe“, sagt der DJ. Es sei eine Art Stilbruch, Neuanfang oder Mini-Transformation, „die aber immer noch meine DNA enthält und keine Kompromisse eingeht, da ich musikalisch zumeist in Kollaborationen unterwegs bin.“ Das Set sei neun Monate lang organisch gewachsen und enthält viele ältere Stücke, die er bis dato nirgends unterbringen konnte, aber einfach liebe. „Initial wollte der Mix in meinem Kopf experimentell werden und vieles unterbringen, was ich auch sonst ausserhalb des 4/4-Takt-Bereiches höre. Beim Arrangieren liessen sich die Stilrichtungen jedoch nicht optimal miteinander verheiraten, und ich bekam kalte Füsse, dass mein Stil dadurch zu sehr verwässert wird. So wurden Puzzleteile monatelang immer wieder ersetzt und neu angeordnet, bis sich ein für mich stimmiges Bild ergab.“

Sein Liebling: „Don’t See the Point“ von Alex Smoke

Er liebe trippige, düstere Elemente mit einem Hauch Melancholie, die dennoch sehr druckvoll sind: „Ich wollte einen Mix bauen, den man sich gerne Zuhause oder beim Arbeiten anhört und anschliessend total Lust auf das nächste Club-Wochenende bekommt.“ Sein absoluter Lieblingstrack ist „Don’t See the Point“ von Alex Smoke. „Darum habe ich ihm den Schluss gewidmet“, verrät der Musiker. Aber auch „Oh Ah“ von Arutani, „Holding Pattern“ von Karmon und „Vortextreppe“ von Ilse & Baerg (eine Eigenproduktion, die noch das passende Label sucht) spiele er zurzeit oft. „Sonst steht ganz viel Studiozeit im Zuge der Kollaboration mit Baerg (Ilse & Baerg), der sowas wie mein musikalischer Zwillingsbruder ist. Wir wollen unseren Stil, den wir selbst als Triptech betiteln, weiter verfeinern, um damit hoffentlich auch den ein oder anderen Release zu landen.“